Der Film „Dreams: Gefährliches Verlangen" zeigt durch die Beziehung einer reichen amerikanischen Philanthropin und eines mexikanischen Balletttänzers, wie sexuelle Begehren gesellschaftliche Klassengrenzen nur vorübergehend überwindet, während strukturelle Ungleichheit durch Reichtum, Staatsbürgerschaft und fehlende Mobilität dauerhaft erhalten bleibt.
Wolfgang M. Schmitt analysiert den 2025 auf der Berlinale gezeigten Film „Dreams: Gefährliches Verlangen" von Michel Franco als subtile Klassenstudie. Die Geschichte einer wohlhabenden Erbin (Jessica Chastain) und eines aus Mexiko kommenden Tänzers (Isaac Hernández) wird nicht als Dark Romance, sondern als materialistisches Kammerspiel erzählt. Der Film demonstriert durch präzise Kameraarbeit, wie Kapital, Staatsbürgerschaft und körperliche Arbeit Machtunterschiede konstituieren, die selbst intensive emotionale und sexuelle Beziehungen nicht auflösen können.
Zahlen & Fakten
60 %
Der Anteil des Einkommens, das nach Branko Milanovic durch den Geburtsort bestimmt wird, nicht nur durch individuelle Leistung
97 %
Der Anteil der Weltbevölkerung, der in dem Land lebt, in dem sie geboren wurde, was die Ortsgebundenheit unterstreicht
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchThomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert. C.H. Beck
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeKIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.