Düsseldorfer HR-Podcast
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HR-Podcast (07/26): Über die Zukunft der Rente und der betrieblichen Altersvorsorge in Deutschland – Im Gespräch mit aba-Geschäftsführer Klaus Stiefermann

15. Juli 2026 · 1 Std. 20 Min.

Betriebliche Altersversorgung ist nicht nur eine soziale Wohltat, sondern ein effizientes personalpolitisches Instrument, dessen Ausweitung durch europäische Vorbilder und gezielte Reformen notwendig ist, um die Versorgungslücke im Alter zu schließen.

Klaus Stiefermann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (aba), erläutert die Rolle und Komplexität der betrieblichen Altersversorgung als dritte Säule neben gesetzlicher und privater Vorsorge. Das Gespräch behandelt die historische Entwicklung der betrieblichen Altersversorgung als Lösung für Mobilitätsprobleme von Arbeitskräften, zeigt internationale Vorbilder wie die Niederlande und Schweiz auf und diskutiert notwendige Reformen in Deutschland. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Frage, wie mehr Menschen von kapitalgedeckter Altersversorgung profitieren können und welche individuellen Maßnahmen junge Menschen ergreifen sollten.

Zahlen & Fakten

43 Prozent

Anteil der Arbeitgeber in Deutschland, die betriebliche Altersversorgung anbieten

14 Millionen

Anzahl der Betriebsrentenzusagen Anfang der 2000er Jahre während der Riester-Reform

21 Millionen

Aktuelle Anzahl der Betriebsrentenzusagen in Deutschland

Weitere 19 Zahlen & Fakten anzeigen

90 Prozent

Abdeckungsquote betrieblicher Altersversorgung in den Niederlanden

750 Milliarden Euro

Kapital, das Deutschland für betriebliche Altersversorgung zurückgelegt hat

75–78 Prozent

Vorstellung von Rentnern, welcher Anteil ihres letzten Einkommens im Alter benötigt wird (DIW-Studie)

55–58 Prozent

Einschätzung von Rentnern, welcher Anteil ihres letzten Einkommens realistisch erreichbar ist

10 Prozent

Tatsächlicher Anteil britischer Arbeitnehmer, die sich gegen Automatic Enrollment entscheiden (statt erwarteter 40 Prozent)

730 Euro

Durchschnittliche monatliche Betriebsrente für Männer

390 Euro

Durchschnittliche monatliche Betriebsrente für Frauen

160–170 Jahre

Alter der ältesten deutschen Pensionskassen

1,5 bis 1,8 Billionen Euro

Kapital, das die Niederlande für betriebliche Altersversorgung zurückgelegt haben

8,5 Personen

Hauptamtliche Mitarbeiter der ABA

200 Ehrenamtler

Ehrenamtliche Mitarbeiter der ABA

27 Jahre

Dauer von Klaus Stiefermanns Tätigkeit als Geschäftsführer der ABA (seit 1999)

über 2000 Teilnehmer

Jährliche Teilnehmerzahl an Veranstaltungen der ABA

800 Seiten

Umfang der Fachzeitschrift der ABA pro Jahr in acht Ausgaben

über 80.000

Anzahl von Arbeitgebern, die die Förderung für Geringverdiener in betrieblicher Altersversorgung nutzen

36 Jahre

Zeit, in der sich Kapital bei 2 Prozent Zinsen verdoppelt (Regel 72)

18 Jahre

Zeit, in der sich Kapital bei 4 Prozent Zinsen verdoppelt

etwa jeder zweite Arbeitnehmer

Hat eine Anwartschaft auf betriebliche Altersversorgung in Deutschland

über eine Million

Anzahl von Arbeitnehmern, die durch die Förderung für Geringverdiener eine betriebliche Altersversorgung erhielten

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Die ABA und ihre Aufgaben: Organisation und Einfluss eines Fachverbands · ab 02:25: Die aba ist ein Fachverband mit breiter Stakeholder-Beteiligung, der komplexe Diskussionen über betriebliche Altersversorgung moderiert und politische Prozesse berät.
Historische Entwicklung und personalpolitische Funktion der betrieblichen Altersversorgung · ab 14:27: Betriebliche Altersversorgung war ursprünglich ein personalpolitisches Instrument zur Sicherung von mobilisierten Arbeitskräften und zum Invaliditätsschutz.
Internationale Vorbilder und Unterschiede: Wie andere Länder höhere Abdeckungsquoten erreichen · ab 45:00: Internationale Länder erreichen höhere Abdeckungsquoten durch gesetzliche Obligatorien, Tarifverträge oder automatische Einbeziehung mit Widerspruchsrecht.
Individuelle Vorsorgestrategie und Handlungsempfehlungen für junge Menschen · ab 01:12:03: Junge Menschen sollten zuerst Berufsunfähigkeit absichern, dann lebenslanges Lernen verfolgen und frühzeitig mit dynamischer Altersvorsorge beginnen.

Quellen

StudieDIW-Studie im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft zu Rentenerwartungen

StudieMetallrente Jugendstudie zur Einstellung junger Menschen zu betrieblicher Altersversorgung

ArtikelBild-Zeitung: Bericht über Durchstecherei aus der Alterssicherungskommission zu möglicher Erhöhung der Altersgrenze auf 70

Weitere 1 Quelle anzeigen
Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

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Klaus StiefermannGAST

Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V. (aba) seit 1999, Jurist mit Schwerpunkt auf betriebliche Altersversorgung, Rentenversicherung und Sozialversicherungsrecht. Seit 2005 Vorstandsmitglied von PensionsEurope, dem europäischen Fachverband für betriebliche Altersversorgung, seit November 2025 Vorstandsvorsitzender. Verfasser zahlreicher Fachaufsätze zu Alterssicherung und Personalpolitik. Hat sich über 27 Jahre mit der Komplexität und Regulierung betrieblicher Altersversorgung auseinandergesetzt.

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Stefan SüßHOST

Professor für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkten Arbeit, Personal und Organisation an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit 2022 Host des Düsseldorfer HR-Podcasts. Forscht zu Themen der Arbeitswelt, Personalmanagement und Organisationskultur.

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