Zoff um Krankschreibungen: „Fehltage kosten 80 Milliarden Euro im Jahr“
6. Juli 2026 · 35 Min.
Die Koalition plant verpflichtende Krankschreibungen ab dem ersten Tag sowie die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung; das löst breite Kritik aus und Experten diskutieren Praxisfolgen und Alternativen.
Corinna Budras ordnet die im Koalitionsausschuss beschlossenen Änderungen ein und spricht dazu mit Christian Geinitz sowie dem Arbeitsmarktforscher Enzo Weber. Hauptstreitpunkt ist die verpflichtende Krankschreibung ab dem ersten Tag und das Ende der telefonischen Krankmeldung; Kritik kommt von Gewerkschaften, Sozialverbänden und Teilen der SPD und Grünen. Im Gespräch werden praktische Umsetzungsfragen, Digitalisierung (Video-Sprechstunden), Kosten für Arbeitgeber und mögliche Folgen wie Mehrbelastung von Praxen und Risiken für Beschäftigte analysiert.
Zahlen & Fakten
82–85 Mrd. €
jährliche Arbeitgeberkosten für Fehltage (Lohnfortzahlung) in Deutschland
1.000 €
ungefährer Betrag pro Kopf und Jahr, den Arbeitgeber für Fehltage aufwenden (vereinfacht berechnet)
70 %
Krankengeldhöhe, die nach der Lohnfortzahlung von der Krankenkasse gezahlt wird
Weitere 6 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
3,6 Wochen
durchschnittliche Krankheitsdauer pro Person (Statistikvergleich Deutschland)
42 Tage
Sechs Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber bei Krankheit
4 Jahre
neue mögliche Dauer sachgrundloser Befristungen laut Beschluss
6-mal
Anzahl der möglichen Verlängerungen innerhalb des Befristungsrahmens
78 Wochen
maximale Dauer, für die Krankengeld gezahlt werden kann
15.000
Anzahl angeblich wegfallender Industriejobs pro Monat
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
CCorinna BudrasHOST
Moderatorin dieser Folge, meldet sich aus Berlin, führt durch die Themen des Tages und interviewt die Gäste zu den Koalitionsbeschlüssen.
Alle Auftritte von Corinna Budras →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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