Forschung aktuell – Deutschlandfunk
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Artenvielfalt: Für Hochgebirgs-Pflanzen wird die Luft dünn, Int. S, Dullinger

4. September 2026 · 5 Min.

Wärmeres Klima ermöglicht häufigen Tieflagenarten ein Vordringen in die Alpen, während spezialisierte Hochgebirgspflanzen zurückgehen; das erhöht lokalen Artenreichtum, mindert aber langfristig Biodiversität und Ökosystemfunktionen.

Ein Forschungsteam beobachtete über zwei Jahrzehnte Vegetationsflächen in den Alpen und stellte fest, dass zunehmend weit verbreitete Generalisten aus tieferen Lagen in höhere Bergregionen vordringen. Gleichzeitig verschwinden spezialisierte Hochgebirgspflanzen, was die ursprüngliche alpine Flora reduziert. Die Rate des Verschwindens hat sich in den untersuchten Zeitintervallen beschleunigt. Klimaveränderungen und Konkurrenz durch nachrückende Arten werden als Ursachen genannt.

Themen & Erkenntnisse

Mehr Arten, aber Verlust von Spezialisten · ab 00:30
Beobachtungszeitraum und Messhäufigkeit · ab 02:00
Mechanismen der Veränderung · ab 02:57
Auswirkungen auf Ökosystemfunktionen und beobachtete Zahlen · ab 03:40

Wer spricht

S
Stefan DullingerGAST

Professor am Department für Botanik und Biodiversitätsforschung an der Universität Wien. Er erläutert Ergebnisse eines langfristigen Monitorings zu Vegetationsveränderungen in den Alpen (2001–2022) und diskutiert Ursachen, Beschleunigung und Folgen des Rückgangs alpiner Spezialarten.

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