Forschung aktuell – Deutschlandfunk
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Klimawandel: Seegraswiesen speichern weniger CO2

3. September 2026 · 6 Min.

Erhöhte Meerestemperaturen verringern den Anteil langlebiger Kohlenstoffverbindungen, den Seegraswiesen ins Meer abgeben, wodurch ihre Funktion als langfristige CO2-Senke schwächer werden kann.

In einem Labor‑/Mesokosmen‑Experiment zeigte sich, dass bei höheren Wassertemperaturen der Anteil instabiler Kohlenstoffverbindungen aus Seegräsern zunimmt und der Anteil langlebiger Verbindungen um etwa 28 % zurückgeht. Seegraswiesen speichern trotz geringer Fläche einen erheblichen Anteil des ozeanischen Kohlenstoffs (etwa 10–18 %) und könnten durch solche Temperatur‑Effekte an Klimarelevanz verlieren. Die Forschenden betonen die Bedeutung, solche Prozesse in Klimamodellen zu berücksichtigen und im Meer zu überprüfen.

Themen & Erkenntnisse

Labor‑/Mesokosmen‑Experiment: Temperatureffekt auf Kohlenstoffverbindungen · ab 00:36
Bedeutung von Seegraswiesen für den Kohlenstoffhaushalt · ab 03:18
Folgen für Klimamodelle, Rückkopplungen und notwendige Feldforschung · ab 04:28

Wer spricht

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Hauke ReuterGAST

Ökologe am Leibniz-Zentrum für Marine-Tropenforschung; forscht zu Seegrasökosystemen und Kohlenstoffflüssen; erläutert im Interview Ergebnisse von Labor‑/Mesokosmen‑Experimenten zu Temperatureffekten auf Kohlenstoffverbindungen.

Alle Auftritte von Hauke Reuter →

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