Demenzerkrankung: Cannabis als Beruhigungsmittel
15. Juli 2026 · 5 Min.
Eine kontrollierte Studie legt nahe, dass ein genau dosiertes THC/CBD-Öl Unruhe bei schwerer Demenz lindern kann, aber Sicherheit und langfristige Wirksamkeit sind noch unklar.
Auf einer Fachtagung stellten Forschende eine Studie vor, in der Menschen mit sehr fortgeschrittener Demenz über zwölf Wochen ein Öl mit 4 mg THC und 200 mg CBD oder Placebo erhielten. Die behandelten Personen wirkten im Alltag ruhiger. Jacobo Minzer erläuterte Wirkmechanismen von THC und CBD; Florian Riese betonte, dass Cannabinoide zwar bereits in der Praxis eingesetzt werden, größere Studien zur Sicherheit nötig sind. Es gab Hinweise auf mehr Todesfälle in der Behandlungsgruppe, weshalb weitere Forschung gefordert wird.
Zahlen & Fakten
120
Anzahl der in der Studie untersuchten Personen mit sehr fortgeschrittener Demenz
4 mg THC zu 200 mg CBD
Dosierungsverhältnis des in der Studie verwendeten Öls
12 Wochen
Dauer der Behandlung in der Studie
Weitere 2 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
8 zu 3
Anzahl der Todesfälle in der Cannabinoidgruppe gegenüber der Placebogruppe
1–2 Jahre
Zeitfenster, in dem aussagekräftigere Ergebnisse weiterer Studien erwartet werden
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
LLukas KohlenbachHOST
Moderator der Wissenschaftssendungen 'Forschung aktuell' beim Deutschlandfunk; in dieser Folge präsentiert er kurze Wissenschaftsmeldungen zu Meeresökologie, Robotik, Gesundheitsempfehlungen, Pflanzenforschung und Impfempfehlungen.
Alle Auftritte von Lukas Kohlenbach →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.