Klimawandel: Indigenes Pflanzenwissen im Amazonaswald bedroht
28. Juli 2026 · 4 Min.
Der Klimawandel droht im Amazonas zahlreiche traditionell genutzte Pflanzen aus den Gebieten zu verdrängen und damit indigene Wissensbestände und Sprachen massiv zu gefährden.
Die Sendung berichtet, wie Klimamodelle mit Informationen zu Sprachgebieten und Pflanzenverwendung verknüpft wurden, um Betroffenheit im gesamten Amazonas zu analysieren. Eine umfangreiche Datenbank mit über 90.000 Nutzungshinweisen und mehr als 5.600 dokumentierten Pflanzenarten wurde ausgewertet. Demnach könnten rund 30 % dieser Arten aus den Regionen verschwinden, in denen sie traditionell genutzt werden, und Sprachverlust würde zusätzlich etwa 26 % des indigenen Wissens bedrohen.
Zahlen & Fakten
30 %
Anteil der 5.600 Pflanzenarten, die durch Klimawandel aus den tradierten Nutzungsgebieten verdrängt werden könnten.
26 %
Geschätzter Anteil des indigenen Wissensnetzwerks, der verloren gehen könnte, falls viele bedrohte Sprachen bis Ende des Jahrhunderts verschwinden.
50 %
Etwa die Hälfte des geschätzten Wissensverlustes (aus den 26 %) entfällt auf medizinische Anwendungen.
Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
90.000
Anzahl ausgewerteter Berichte über die Nutzung von Amazonas-Pflanzen (historische Quellen, Forschungsarbeiten, ethnobotanische Studien, 1504–2023).
1504–2023
Zeitspanne der in der Datenbank ausgewerteten Veröffentlichungen und Quellen.
5.600
Anzahl der erfassten Pflanzenarten, die von indigenen und lokalen Gruppen genutzt werden.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
DDagmar RöhrlichHOST
Dagmar Röhrlich, Reporterin und Autorin des Beitrags in der Sendereihe "Forschung aktuell" beim Deutschlandfunk. Sie hat die Recherche zur Studie, zu Fallbeispielen und zu den Folgen des Klimawandels für indigene Pflanzenkenntnisse zusammengestellt und präsentiert.
Alle Auftritte von Dagmar Röhrlich →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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