Geladen – der Batteriepodcast
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Google setzt auf diese 100-Stunden-Batterie - Prof. Tornow & Dr. Kosin

19. Juli 2026 · 37 Min.

Eisen‑Luft‑Batterien sind ein vielversprechender, rohstoffmäßig gut verfügbarer Ansatz für 100‑Stunden‑Speicher zur Absicherung von Dunkelflauten, haben aber derzeit noch technische Einschränkungen (Selbstentladung, begrenzte Ausnutzung der Eisenkapazität, geringerer Wirkungsgrad).

In der Folge erklären Prof. Dr. Julian Tornow und Dr. Marvin Cousin, wie Eisen‑Luft‑Batterien funktionieren, warum Google in eine sehr große Anlage (30 GWh) investiert und welche Potenziale sowie Grenzen die Technologie hat. Sie besprechen Anwendungsszenarien für die Dunkelflaute, Rohstoffverfügbarkeit gegenüber Lithium, technische Herausforderungen wie Selbstentladung und Kapazitätsausnutzung sowie Sicherheits- und Skalierungsfragen. Abschließend ordnen sie internationale Entwicklungen (Form Energy, Ori Energy) und die Perspektive für die nächsten zehn Jahre ein.

Zahlen & Fakten

5–10 %/Tag

Genannte Selbstentladung von Eisen‑Luft‑Batterien (Energieverlust pro Tag).

20 Mio. €

Investitionsgröße für einen Demonstrator von Ori Energy in den Niederlanden (nennenede Größenordnung).

1 Mrd. €

Vergleichsweise hohe Investmentgröße, die Form Energy (USA) aufweist.

Weitere 8 Zahlen & Fakten anzeigen

30 GWh

Geplante Speicherkapazität der von Google in Minnesota vorgesehenen Eisen‑Luft‑Batterie.

28 GWh

Ungefährer Gesamtbestand an stationären Energiespeichern in Deutschland (als Vergleichsgröße genannt).

100 Stunden

Orientierungswert für die Speicherdauer, die Eisen‑Luft‑Batterien abdecken sollen (ca. 3–5 Tage).

14 Tage

Maximal angenommene Länge einer extremen Dunkelflaute, die in sehr seltenen Fällen auftreten kann.

15–30 TWh

Abschätzung des benötigten Speichervolumens im Strombereich, wenn komplett auf erneuerbare Energie umgestellt würde.

300 TWh

Abschätzung der weltweit wirtschaftlich abbaubaren Lithium‑Reserven in Bezug auf Speicherkapazität.

30.000 TWh

Große Abschätzung des in der Erdkruste verfügbaren Eisens in energetisch vergleichbarer Form (relative Verfügbarkeit gegenüber Lithium).

500 Zyklen

Typische Labormessungen für Lade‑/Entladezyklen, die in Versuchen genannt wurden (als orientierender Laborwert).

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Google‑Projekt und Bedeutung für den Markt · ab 00:52: Google plant eine 30‑GWh‑Eisen‑Luft‑Batterie; das Projekt könnte die Technologie schnell vorantreiben oder ein großangelegter Test bleiben.
Funktionsweise und technische Herausforderungen · ab 04:49: Erklärung der Elektrochemie sowie zentrale Probleme: Selbstentladung, geringe Kapazitätsausnutzung, parasitäre Reaktionen und Wirkungsgradverluste.
Anwendungen, Skalierung, internationale Entwicklung und Ausblick · ab 26:27: Einsatz als kostengünstiger stationärer Langzeitspeicher, internationale Demonstratoren und ein vorsichtiger, aber optimistischer Ausblick für die nächsten zehn Jahre.

Wer spricht

D
Daniel MesslingHOST

Daniel Messling ist einer der Hosts des Podcasts „Geladen, der Batterie‑Podcast“. Im Verlauf der Sendung moderiert er das Interview, stellt Fragen zur Praxis des Ladens und beteiligt sich an der Diskussion über Infrastruktur, Regulierung und Nutzererfahrung. Der Podcast wird vom Helmholtz‑Institut Ulm und weiteren Forschungsinstitutionen produziert, was sich in den Themenschwerpunkten widerspiegelt.

Alle Auftritte von Daniel Messling
P
Patrick RosenHOST

Patrick Rosen co‑hostet den Podcast „Geladen, der Batterie‑Podcast“ gemeinsam mit Daniel Messling. Er führt durch die Folge, stellt Hörerfragen und diskutiert mit dem Gast Aspekte wie Preisgestaltung, Ausbau und kommunale Rolle beim Laden. Die Sendung wird von Forschungsinstituten wie dem Helmholtz‑Institut Ulm und dem KIT unterstützt.

Alle Auftritte von Patrick Rosen
P
Prof. Dr. Julian TornowGAST

Professor für Energiespeicher an der Hochschule Ruhr‑West. Im Gespräch erklärt er die elektrochemischen Vorgänge und Grenzen von Eisen‑Luft‑Batterien, diskutiert Selbstentladung, Kapazitätsausnutzung, Skalierung und die Rolle dieser Technologie für die Dunkelflaute.

Alle Auftritte von Prof. Dr. Julian Tornow
D
Dr. Marvin CousinGAST

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer Umsicht. Forscht und arbeitet an Eisen‑Luft‑Batterien in gemeinsamen Projekten, erläutert Materialaspekte, Sicherheitsfragen, Anwendungen und die internationale Entwicklung der Technologie.

Alle Auftritte von Dr. Marvin Cousin

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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