More Nutrition macht Millionen mit Süßstoffen - Zu Recht?
10. Juni 2026 · 30 Min.
Süßstoffe sind in den zugelassenen Mengen nach aktuellem Wissensstand sicher und können als nützliches Werkzeug helfen, Zucker zu reduzieren — sie sind aber kein Freifahrtschein und sollten bewusst und dosiert eingesetzt werden.
Die Folge erklärt Unterschiede zwischen echten Süßstoffen (z. B. Aspartam, Sucralose, Stevia) und Zuckeraustauschstoffen/Zuckeralkoholen (z. B. Erythrit). Sie bewertet aktuelle Studien (WHO-Einstufung, Suez 2022, Cleveland Clinic/Nature Medicine) nüchtern und enttarnt übertriebene Panik. Praktische Empfehlungen und eine Woche-Hausaufgabe sollen Hörer:innen helfen, ihren Konsum zu prüfen und Süßstoffe als Werkzeug statt Dauerlösung zu verwenden.
Zahlen & Fakten
800 Mio. €
Umsatz mit Süßstoff-Produkten/Industrie (im Episodeneinstieg genannt)
>90%
Anteil des Erythrits, der im Dünndarm aufgenommen und unverändert über den Urin ausgeschieden wird
17%
Kurzfristig beobachteter Anstieg des Hungergefühls in einer MRT-Studie aus Tübingen (Anfang 2025)
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40 mg/kg
Täglicher Grenzwert (ADI) für Aspartam laut Behörden
9–14 Dosen
Anzahl sehr stark mit Aspartam gesüßter Limonaden pro Tag für eine 70-kg-Person, um an den ADI zu kommen
200.000–20.000-fach
Relative Süßkraft mancher hochpotenter Süßstoffe im Vergleich zu Haushaltszucker (im Vortrag erwähnt)
1.400
Ungefähr Zahl der in der erwähnten Meta‑Analyse (Mai 2025) untersuchten Personen (Langzeitstudien)
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieWorld Health Organization (WHO): Einstufung von Aspartam als 'möglicherweise krebserregend' (Gruppe 2B) — im Podcast als Auslöser der Krebspanik genannt
• StudieSuez et al. (2022): Studie zu Saccharin und Sucralose mit Effekten auf Darmmikrobiom und Glukosetoleranz (im Podcast erwähnt)
• StudieCleveland Clinic; Nature Medicine (2023): Studie, die eine Assoziation zwischen Erythrit-Blutspiegeln und Herz-Kreislauf-Ereignissen berichtete (im Podcast diskutiert)
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• StudieUniversität Tübingen (Anfang 2025): MRT-Studie zu Sucralose und kurzfristigem Anstieg des Hungergefühls (17% Bericht im Podcast)
• StudieEFSA / Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Hinweise, dass der ADI für Aspartam unverändert blieb (im Podcast zitiert)
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