Hörsaal – Deutschlandfunk Nova
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Attentat auf Hitler - Wie die Bundeswehr mit dem 20. Juli umgeht

27. August 2026 · 45 Min.

Sönke Neitzel kritisiert, dass die Bundeswehr den 20. Juli 1944 moralisch ehrt, sich aber schwer tut, die militärische Profession und die Verstrickungen einzelner Widerständler im Vernichtungskrieg angemessen in die Traditionsbildung zu integrieren.

In seinem Vortrag analysiert Sönke Neitzel die historische Rezeption des 20. Juli und die Ambivalenzen in der Traditionsbildung der Bundeswehr. Er zeigt, wie frühe Gründergenerationen das Attentat als moralisches Vorbild nutzten, zugleich aber die militärische Seite des Widerstands ausgeblendet wurde. Neitzel betont die problematische Nähe mancher Verschwörer zum Vernichtungskrieg und plädiert dafür, sowohl militärische Professionalität als auch historische Verantwortung offen zu verhandeln.

Rubriken

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Rezeption des 20. Juli und frühe Erinnerungspraxis · ab 04:29
Zwei vernachlässigte Aspekte: Militärische Profession und Verstrickung im Vernichtungskrieg · ab 18:09
Folgen für die Traditionsbildung der Bundeswehr und aktuelle Debatten · ab 32:30

Wer spricht

K
Katja WeberHOST

Moderatorin der Folge «Hörsaal» bei Deutschlandfunk Nova; sie führt in den Vortrag ein, leitet die Sendung und moderiert die Präsentation von Veronika Schuchter.

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S
Sönke NeitzelGAST

Professor für Militärgeschichte an der Universität Potsdam, spezialisiert auf Kulturgeschichte der Gewalt. In der Folge erläutert er die historischen Phasen technologischer Veränderungen in Kriegen, von Artillerierevolution und Industrialisierung bis zu den Bruchlinien des Ersten Weltkriegs.

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