Frank Jacobi erklärt, dass psychische Erkrankungen in der Bevölkerung weit verbreitet sind und ihre Häufigkeit in den letzten 20 Jahren insgesamt kaum rückläufig war, obwohl Versorgungsangebote und Dokumentation zugenommen haben.
In dem Vortrag von Frank Jacobi (Moderation: Katrin Ohlendorf) wird dargestellt, wie häufig psychische Störungen sind, welche Kosten und Belastungen sie verursachen und dass es keine klare Abnahme der Prävalenz in den letzten zwei Jahrzehnten gibt. Jacobi diskutiert das "versorgungsepidemiologische Paradoxon": mehr Versorgung und Diagnosen, aber kein Rückgang der Erkrankungslast. Er ordnet Ursachen ein (z. B. bessere Aufmerksamkeit, Kodierungsanreize, Pandemieeffekte) und skizziert Maßnahmen wie mehr Prävention, Versorgungssteuerung und niedrigschwellige Angebote.
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Wer spricht
KKatrin OhlendorfHOST
Moderatorin der Folge; eröffnet und moderiert die Sendung 'Hörsaal' von Deutschlandfunk Nova, führt in das Thema Parteiverbot ein und leitet das Gespräch mit dem Vortragenden.
Alle Auftritte von Katrin Ohlendorf →FFrank JacobiGAST
Professor für klinische Psychologie und Psychotherapie an der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB). Forschungsschwerpunkte sind die Epidemiologie psychischer Erkrankungen, Versorgungsforschung und Psychotherapie; hielt den Vortrag zur Frage, ob psychische Erkrankungen in den letzten 20 Jahren zugenommen haben.
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