Hörsaal – Deutschlandfunk Nova
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Sitte und Unsitte - Wie Prostituierte verfolgt wurden

24. Juli 2026 · 33 Min.

Margarete Gräfin von Galen zeigt, dass viele repressive Gesetze und administrative Praktiken gegen Prostituierte aus der NS-Zeit in DDR und Bundesrepublik fortwirkten und deren Diskriminierung und Entrechtung bis weit ins 20. Jahrhundert nachwirkten.

In dem Vortrag skizziert Margarete Gräfin von Galen die rechtliche Entwicklung der Prostitution von der Weimarer Reform 1927 über den fürsorgerisch-autoritären Umbau unter den Nationalsozialisten bis zur Nachkriegszeit. Sie erläutert Zwangsmaßnahmen wie Schutzhaft, Arbeitshäuser, Zwangssterilisierungen und Lagerunterbringungen sowie Kontinuitäten in der BRD und der DDR. Abschließend hebt sie hervor, dass gesetzliche und gerichtliche Strukturen die Benachteiligung von Prostituierten langfristig zementierten.

Rubriken

Themen & Erkenntnisse

Weimarer Gesetzgebung und gesundheitspolitische Regulierung (bis 1933) · ab 03:34
Fürsorgerisch‑autoritäre Maßnahmen im Nationalsozialismus (1933–1945) · ab 06:19
Kontinuitäten nach 1945: DDR und BRD — Rechtliche Nachwirkungen · ab 16:37

Wer spricht

N
Nina Wust-BartelsHOST

Moderatorin der Folge; eröffnet und schließt die Sendung, kündigt den Vortrag an und führt kurz in das Thema ein.

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M
Margarete Gräfin von GalenGAST

Rechtswissenschaftlerin, Anwältin und Richterin; bis 2024 Mitglied des Verfassungsgerichtshofs des Landes Berlin. Promovierte an der Humboldt‑Universität Berlin; Thema der Dissertation waren Rechtsfragen der Prostitution. In dem Vortrag analysiert sie historische Gesetzeslagen und Kontinuitäten in der Behandlung von Prostituierten.

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