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Biodiversitätsforscherin Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese – Warum wird die Welt gerade leiser?

12. August 2026 · 1 Std. 57 Min.

Prof. Dr. Katrin Böning-Gaese erklärt, dass das Artensterben oft leise und schleichend erfolgt, aber durch vielfältige lokale und politische Maßnahmen gebremst werden kann.

In der Folge erklärt Prof. Dr. Katrin Böning-Gaese anhand von Beispielen aus dem Spreewald, warum Biodiversität unsere Lebensgrundlage ist und warum Artenverluste meist unbemerkt passieren. Sie beschreibt Ursachen wie intensive Landwirtschaft, Ausbeutung und Klimawandel sowie die Verwundbarkeit von Monokulturen. Zugleich betont sie Handlungswege: bessere Landnutzungsplanung, veränderte Subventionen, transdisziplinäre Forschung und Konsumentscheidungen. Matze Hielscher moderiert das Gespräch und führt durch lokale und globale Zusammenhänge.

Zahlen & Fakten

70 %

Anteil der landwirtschaftlichen Fläche im Biosphärenreservat Spreewald, der ökologisch bewirtschaftet wird.

30 % / 91 % / 93 %

Beispiele für Vogelbestandsrückgänge: Feldlerche ~30% (25 Jahre), Rebhuhn 91% und Kiebitz 93% (genannte Zeiträume im Gespräch).

25.000

Anzahl einzelner Maßnahmen im Elbe-Einzugsgebiet zur Wassersteuerung (Stauen, Ableiten etc.), die kumulative Folgen haben.

Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigen

1/3

Ungefähre Fläche Deutschlands, die zum Einzugsgebiet der Elbe gehört.

300 g / Woche

Empfohlene Richtgröße für moderaten Fleischkonsum in der planetaren Ernährungsdiskussion, genannt in der Folge.

200 g / Woche

Empfohlene Richtgröße für Fischkonsum (Erwähnung in der Folge).

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Biosphärenreservat Spreewald: Landschaft, Nutzung und Bewahrung · ab 01:55: Definition und Funktion des Biosphärenreservats Spreewald: gemischte Nutzung, Kernzonen und Abhängigkeit vom Wasserhaushalt.
Wasserhaushalt, Tagebaue und regionale Folgen · ab 07:33: Wie Bergbaumaßnahmen und lokales Wassermanagement den Wasserzufluss der Spree und damit den Spreewald bedrohen.
Interdisziplinäre und transdisziplinäre Forschung als Voraussetzung für Lösungen · ab 12:40: Plädoyer für vernetzte Forschung und Einbindung lokaler Akteure, um tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Biodiversität wahrnehmen: Klang, Artenvielfalt und Verbundenheit · ab 16:01: Warum Vogelgesang, aktive Naturwahrnehmung und Vertrautheit mit Arten das Schutzengagement fördern.
Ausmaß des Artenverlusts: Indikatoren, Beispiele und wissenschaftliche Befunde · ab 34:27: Empirische Befunde zu massivem Rückgang von Tierbeständen, Insekten und der Verwundbarkeit von Monokulturen.
Ursachen und Lösungsansätze: Landwirtschaft, Politik, Konsum und Naturschutz als Klimaschutz · ab 55:45: Intensive Landwirtschaft als Treiber; Politik, geänderte Subventionen und Konsum als Hebel für mehr Biodiversität.

Quellen

Buch„Vom Verschwinden der Arten" von Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese & Friederike Bauer (Buch, empfohlen in den Shownotes)

StudieErste internationale Veröffentlichung des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) zur Aussterberate und Bedrohung von Arten (im Gespräch genannt)

StudieLiving Planet Index (Index zur Entwicklung von Wirbeltierbeständen), im Gespräch als Indikator für Tierbestandsrückgänge erwähnt

Weitere 1 Quelle anzeigen

StudieKrefelder Studie (Langzeituntersuchung zum Rückgang der Insektenbiomasse über 27 Jahre), im Gespräch genannt

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

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Prof. Dr. Katrin Böning-GaeseGAST

Biodiversitätsforscherin und Vogelexpertin, Direktorin am Helmholtz‑Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig. Sie forscht zu Naturschutz, Artenschutz und Biodiversität, leitet transdisziplinäre Projekte und hat zum Artenrückgang publiziert.

Alle Auftritte von Prof. Dr. Katrin Böning-Gaese

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.