Robert Seethaler spricht offen über Sehbehinderung, Scham, Sehnsucht, sein Schreiben und die neue Leidenschaft Fotografie — immer zwischen dem Wunsch, gesehen zu werden, und dem sich Verstecken.
Im Gespräch mit Matze Hielscher erzählt Robert Seethaler von seiner starken Sehbehinderung, wie diese Wahrnehmung sein Schreiben und seine Fotografie prägt, und warum er sich zugleich gesehen und versteckt fühlen will. Thema sind auch Scham und Sehnsucht, seine Zeit als Therapeut und Schauspieler, Vatersein sowie der kreative Prozess beim Erschaffen von Figuren. Das Gespräch verbindet persönliche Erinnerungen mit Reflexionen über Nähe, Öffentlichkeit und das, was im Leben zählt.
Einstieg: Gesprächsform und Themenüberblick: Intro und Überblick: Matze führt ins Gespräch mit Robert Seethaler und nennt die Hauptthemen der Folge.
Sehbehinderung und Wahrnehmung: Robert beschreibt seine Sehbehinderung, ihre Folgen für Wahrnehmung und Kreativität sowie die doppelte Rolle von Verlust und Chance.
Scham, Sehnsucht und das Gesehenwerden: Reflexionen über die Natur der Scham, ihre Verbindung zur Sehnsucht und die Ambivalenz des Gesehenwerdens.
Schreibprozess: Figuren, Nichtwissen und Scheinwerfer-Metapher: Seethalers Arbeitsweise: fokussierter Blick, Figurenentstehung, Nichtwissen als erzählerisches Prinzip und Lehre.
Beruflicher Werdegang: Schauspiel, Therapie, und die Entscheidung fürs Schreiben: Seethalers Lebenswege: Schauspiel und Therapie als Ausbildungsstationen, das Schreiben als letztliche Berufung.
Fotografie als neue Ausdrucksform: Seethaler über seine Fotografien: Augenblick, Bildausschnitt, Potenzial und die Kamera als Schutzinstrument.
Familie, Herkunft and Abschließende Lebensfragen: Persönliche Erinnerungen: Herkunft, Vatersein und abschließende Reflexionen darüber, worauf es im Leben ankommt.
Wer spricht
R
Robert SeethalerGAST
Robert Seethaler ist Schriftsteller, Schauspieler und ausgebildeter Gestalttherapeut; Autor von Romanen wie "Ein ganzes Leben" und zuletzt "Die Straße". Im Gespräch thematisiert er seine Sehbehinderung, Scham, Vatersein, seinen Schreibprozess und die neu entdeckte Leidenschaft für Fotografie.