Geoengineering - Können wir die Erde künstlich kühlen?
20. Juni 2026 · 25 Min.
Geoengineering-Methoden wie CO2-Rückholung oder künstliche Kühlung können nur begrenzt helfen – die drastische Reduktion von Treibhausgasemissionen bleibt unersetzlich.
Die Folge untersucht verschiedene Geoengineering-Technologien als Reaktion auf die Klimakrise. Während natürliche Methoden wie Aufforstung und innovative Techniken wie Pflanzenkohle oder technische CO2-Abscheidung erforscht werden, zeigen Studien, dass diese Verfahren maximal wenige Prozent der Emissionen ausgleichen können. Parallel werden Sonnenschutzmaßnahmen wie Stratosphärenstaubinjektion und Cloud Brightening diskutiert, die jedoch erhebliche Nebenwirkungen bergen. Das zentrale Ergebnis: Ohne drastische Emissionsreduktion bleibt Geoengineering wirkungslos.
Zahlen & Fakten
2,2 Milliarden Tonnen CO₂
Menge des weltweit aus der Atmosphäre zurückgeholten CO₂ (zuletzt 2025)
99,9%
Anteil der CO₂-Rückholung, der durch Wälder bewerkstelligt wird
0,1%
Anteil neuer Technologien (Pflanzenkohle, technische Geräte) an der CO₂-Rückholung (2 Millionen Tonnen)
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2,2 Milliarden Tonnen CO2
Menge von CO2, die zuletzt global aus der Atmosphäre zurückgeholt wurde (2025)
99,9 %
Anteil der CO2-Entnahme weltweit, der durch Wälder und Holzprodukte erfolgt
0,1 %
Anteil der CO2-Entnahme durch neue Technologien wie Pflanzenkohle und technische Geräte
2 Millionen Tonnen
Menge CO2, die durch neue Methoden wie Pflanzenkohle und technische Anlagen zurückgeholt wurde
90 %
Anteil der Emissionsreduktion, der durch Vermeidung erreicht werden muss, um das Ziel zu erreichen
0,5 Grad
Abkühlungseffekt des Pinatubo-Vulkanausbruchs 1991 für einige Jahre
4 Flughäfen der Größe Heathrow
Transportkapazität, die benötigt würde, um täglich genug Schwefeldioxid für 1 Grad Kühlung in die Stratosphäre zu bringen
5 bis 15 Jahre
Zeitraum, in dem der aufgestaute Klimawandel bei Beendigung der Stratosphären-Abschattung zuschlagen würde (Beendigungsschock)
1/17 der globalen CO2-Emissionen
Anteil der 2,2 Milliarden Tonnen CO2-Entnahme an den Gesamtemissionen 2025
500 Jahre
Nachgewiesenes Alter von Pflanzenkohle im Amazonas aus vorkolumbianischen Zeiten
Über 1/4
Anteil des anthropogenen CO2, das in die Ozeane gelangt
0,5 Grad
Abkühlung der Erde durch den Vulkanausbruch des Pinatubo 1991 über mehrere Jahre
4 Flughäfen (Größe Heathrow)
Transportkapazität nötig, um ausreichend Schwefeldioxid für ein Grad Abkühlung in die Stratosphäre zu bringen
650 Flugzeuge täglich
Tägliche Flugzeugeinsätze, die für Stratosphärenstaubinjektion nötig wären
5-15 Jahre
Zeitraum, in dem der durch Geoengineering zurückgehaltene Klimawandel beim Stopp der Methode wieder eintreten würde (Beendigungsschock)
8-mal
Stärke eines möglichen La Niña-Effekts durch Cloud Brightening vor Nord- und Südamerika verglichen mit üblichen Werten
3 Jahre
Beschleunigung des Klimawandels durch strengere Abgasgrenzwerte für Schiffe seit 2020 (Schätzung)
Wenige Prozent
Maximal möglicher Ausgleich der derzeitigen Emissionen durch alle bekannten Geoengineering-Methoden
Ein Siebzehntel
Anteil der 2,2 Milliarden Tonnen CO₂-Rückholung an den globalen CO₂-Emissionen 2025
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieThe State of Carbon Dioxide Removal
• RechtBundesklimaschutzgesetz
• RechtPariser Klimaabkommen (Paris-Abkommen)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
RRenate EllHOST
Expertin für Chemie und Umweltthemen bei der ARD, bekannt aus der Wissenschaftssendung IQ. Sie berichtet über komplexe Themen wie Chemieunfälle, Gentechnik und Geoengineering und macht wissenschaftliche Forschung für ein breites Publikum verständlich und zugänglich.
Alle Auftritte von Renate Ell →JJulia PongratzGAST
Klimaforscherin an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Leiterin des Forschungsprojekts CDR Terra. Julia Pongratz erforscht CO₂-Rückholungsmethoden und Geoengineering-Strategien zur Bekämpfung des Klimawandels.
Alle Auftritte von Julia Pongratz →AAndreas OschliesGAST
Meeresforscher am GEOMAR-Institut Kiel, spezialisiert auf CO₂-Speicherung in Ozeanen. Untersucht Geoengineering-Methoden wie Kalk- und Eisendüngung und deren Auswirkungen auf marine Ökosysteme. Trägt durch seine Forschung zu Debatten über künstliche Klimakühlungsmethoden bei.
Alle Auftritte von Andreas Oschlies →JJames HaywoodGAST
Atmosphärenforscher an der Universität Exeter in England; erforscht Sonnenstrahlungs-Modifikation und die Auswirkungen von Schwefeldioxid-Einjection auf das Klima.
Alle Auftritte von James Haywood →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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