Mit gezielter Subventionsabbau statt pauschaler Kürzung lässt sich der Staatshaushalt sanieren und gleichzeitig neue Industrien fördern, anstatt alte Strukturen künstlich am Leben zu erhalten.
Die Folge diskutiert, ob Deutschland durch Subventionsabbau seinen Haushalt konsolidieren kann und damit eine Steuerreform finanzieren könnte. Es geht um die Frage, ob eine pauschale „Rasenmäher-Methode" (15 % Kürzung bei allen Subventionen) der richtige Weg ist, oder ob eine differenzierte Analyse nötig ist. Der Ökonom Lars Feld argumentiert dabei gegen extensive Subventionsvergaben und für eine CO2-Bepreisung als zielgerichteteres Klimainstrument. Die Diskussion zeigt: Subventionen sollen Marktversagen korrigieren, aber moderne Wirtschaftspolitik sollte stärker in Zukunftstechnologien und weniger in Altindustrien investieren.
Zahlen & Fakten
78 Milliarden Euro
Geplante Subventionen des Bundes für 2026 nach Bundesfinanzministerium (etwa 15 % der Gesamtausgaben)
235 Milliarden Euro
Subventionen des Bundes nach breiter Definition des Walter-Eucken-Instituts, mehr als dreimal so hoch wie Bundesfinanzministerium
2 Millionen Euro
Jährliche Steuerausfälle durch die Steuerfreiheit für Tabakwaren-Deputate für Arbeitnehmer von Tabakunternehmen
Weitere 4 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
15 Prozent
Vorgeschlagene pauschale jährliche Kürzung bei Subventionen (Florian Dorn, Yannick Buri, CDU)
22 Milliarden Euro
Geschätztes Einsparpotential über drei Jahre durch 15%-Kürzung zur Finanzierung einer Einkommenssteuerreform
0,9 Prozent
Anteil von Steuervergünstigungen gemessen am Umsatz in OECD-Ländern Nordamerikas, mehr als doppelt so hoch wie in Europa
3 bis 8 Mal mehr
Subventionsverhältnis: Chinesische Industrieunternehmen erhielten zwischen 2005 und 2024 im Verhältnis zu ihrem Umsatz deutlich mehr Unterstützung als deutsche oder andere europäische Unternehmen
Rubriken
Organisationen
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieSubventionsbericht der Bundesregierung
• StudieFreiburger Subventionsbericht des Walter-Eucken-Instituts: 'Die Finanzhilfen des Bundes - ökonomisch fragwürdig und intransparent'
• RechtSteuerkonzept der Unionsabgeordneten Yannick Buri und Florian Dorn zur Subventionskürzung
Weitere 9 Quellen anzeigenWeniger anzeigen
• ArtikelPlan B - Rubrik in der Zeit, in der Lars Feld über seine Musikinteressen berichtete
• Koch-Steinbrück-Liste zur Subventionsabbau aus der Regierung Schröder/Merkel
• RedeOlaf Scholz: Klimaclub-Vorschlag für internationale CO2-Preiskoordination
• RechtInflation Reduction Act von Joe Biden
• RechtEU-Emissionshandelssystem (EU-ETS)
• RechtKalifornisches CO2-Handelssystem
• RechtQuebec-Kalifornien Vereinbarung zu CO2-Handelssystemen
• RechtGrenzausgleichsmechanismus (Klimazölle) der EU
• Nobelpreis für Wirtschaft 2024 an Philipp Aghion für Arbeiten zu Innovation und schöpferischer Zerstörung
Wer spricht
ZZacharias ZacharakisHOST
Zacharias Zacharakis ist Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT; in der Folge gibt er eine Einordnung zu den jüngsten Personalentscheidungen im Bundeskabinett und zur Eignung des neuen Verkehrsministers.
Alle Auftritte von Zacharias Zacharakis →JJens TönnesmannHOST
Journalist und Co‑Autor der Podcast‑Serie 'Der Vernichter'; gemeinsam mit Andreas Senker stellt er die Inhalte der sechsten Folge vor.
Alle Auftritte von Jens Tönnesmann →AAnne-Sophie LangGAST
Redakteurin bei der Zeit mit Schwerpunkt auf Subventionsberichterstattung und staatliche Fördermaßnahmen. Sie analysiert kritisch die Effizienz öffentlicher Ausgaben und hinterfragt Förderprogramme. Bekannt für ihre Recherchen zu Wirtschaftspolitik.
Alle Auftritte von Anne-Sophie Lang →LLars FeldGAST
Ökonom und Direktor des Walter-Eucken-Instituts in Freiburg. Ehemaliger Wirtschaftsweise und Berater von Bundesfinanzminister Lindner. Spezialist für Finanzpolitik und Subventionsabbau mit Schwerpunkt auf ordnungspolitische Reformen.
Alle Auftritte von Lars Feld →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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