Ist das eine Blase?
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Ist das eine Blase?

Müssen wir bald weniger Steuern zahlen?

31. August 2026 · 47 Min.

Die geplante Einkommensteuerreform bringt nur begrenzte nominale Entlastungen und kompensiert die kalte Progression nicht vollständig, sodass die arbeitende Mitte real kaum spürbar entlastet wird.

Die Hosts analysieren gemeinsam mit dem Steuerexperten Stefan Bach die Pläne der Bundesregierung zur Einkommensteuerreform. Bach erklärt, dass die Maßnahmen – Grundfreibetragserhöhung, kleine Tarifkorrekturen, Kindergeldanhebung und eine höhere Reichensteuer – insgesamt nur ein überschaubares Entlastungsvolumen erzeugen und die kalte Progression nicht vollständig ausgleichen. Konsequenz: Absolut profitieren Besserverdienende relativ stärker, real könnte die Mitte sogar leicht belastet werden. Außerdem diskutieren sie Finanzierungsfragen und mögliche Alternativen wie Privilegienabbau oder Vermögensbesteuerung.

Zahlen & Fakten

989,8 Milliarden Euro

Gesamtes Steueraufkommen in Deutschland im Jahr 2025

10 Milliarden Euro

Bruttoentlastungsvolumen der geplanten Einkommensteuerreform laut Darstellung im Gespräch

3 Milliarden Euro

Erwartete Mehreinnahmen aus der Erhöhung der sogenannten Reichensteuer

Weitere 10 Zahlen & Fakten anzeigen

7 Milliarden Euro

Netto-Gesamtentlastung nach Gegenfinanzierung durch die Erhöhung der Reichensteuer

4,3–4,4 % des BIP

Gesamthaushaltsdefizit des öffentlichen Haushalts (inkl. Sozialversicherungen)

50 Millionen

Anzahl der Personen, die in Deutschland der Einkommen- und Lohnsteuer unterliegen

15 Milliarden Euro

Ungefährer Betrag, der laut Bach nötig wäre, um die kalte Progression vollständig auszugleichen

5 Prozent

Geplante Erhöhung des Grundfreibetrags im Reformvorschlag (als Größenordnung genannt)

300 Euro pro Jahr

Jährliche Kindergeld-Erhöhung für eine Familie mit zwei Kindern (durchschnittliches Beispiel im Gespräch)

600 Euro pro Jahr

Ungefährer jährlicher Gesamteffekt (Kindergeld plus Einkommenssteuer) für eine Beispiel-Familie mit zwei Kindern und rund 60.000–70.000 Euro Haushaltseinkommen

250.000 Euro

Einkommen, ab dem der erhöhte Spitzensteuersatz (45 Prozent) greift

258.000 Euro

Schätzung des Break-even-Punkts, ab dem die Reform von Entlastung in Netto-Belastung übergeht

etwa ein Drittel

Anteil der Einkommensteuer am gesamten Steueraufkommen in Deutschland

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Einstieg: Erwartungen, Haushaltssituation und Problemaufriss · ab 00:13
Kernaussagen der Reform und Verteilungswirkung · ab 13:02
Finanzierung, Alternativen und Ausblick · ab 26:51

Quellen

BuchUnsere Steuern, wer zahlt, wie viel, wofür (Buch von Stefan Bach)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

C
Carla NeuhausHOST

Carla Neuhaus, Gesundheitsredakteurin bei DIE ZEIT im Wirtschaftsressort; in der Folge moderiert sie, stellt Fragen zu den Koalitionsbeschlüssen und gibt eine fachliche Einordnung zu den praktischen Folgen geplanter Änderungen bei Krankschreibungen.

Alle Auftritte von Carla Neuhaus
Z
Zacharias ZacharakisHOST

Zacharias Zacharakis ist Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT; in der Folge gibt er eine Einordnung zu den jüngsten Personalentscheidungen im Bundeskabinett und zur Eignung des neuen Verkehrsministers.

Alle Auftritte von Zacharias Zacharakis
S
Stefan BachGAST

Stefan Bach, Ökonom am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Er gilt als einer der profiliertesten Steuerexperten Deutschlands, berät den Finanz- und Haushaltsausschuss des Bundestages und erstellt Stellungnahmen unter anderem für das Bundesverfassungsgericht. Bach forscht und publiziert seit Jahrzehnten zu Steuer-, Sozial- und Verteilungsfragen und ist Autor des Buches ‚Unsere Steuern, wer zahlt, wie viel, wofür‘; er arbeitet seit 1992 am DIW.

Alle Auftritte von Stefan Bach

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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