Lanz + Precht
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#248 (Aktivismus vs. Journalismus: Wo ist die Grenze?)

4. Juni 2026 · 55 Min.

Der Journalismus ist durch veränderte Geschäftsmodelle zunehmend aktivistisch geworden, während die Unterscheidung zwischen sachlicher Berichterstattung und ideologischer Parteilichkeit verschwimmt.

Die Folge behandelt die Frage, wo die Grenze zwischen Journalismus und Aktivismus verläuft und warum der Journalismus sich zunehmend ideologisch positioniert. Lanz und Precht diskutieren die Auswirkungen dieser Verschiebung auf Medienlandschaft und Gesellschaft und betonen, dass wirtschaftliche Gründe – der Übergang von Anzeigenfinanzierung zu Leserfinanzierung – diese Entwicklung maßgeblich treiben. Sie kritisieren, dass das klassische journalistische Ideal der Objektivität aufgegeben wird, während zugleich Persönlichkeiten statt Medienmarken an Bedeutung gewinnen.

Zahlen & Fakten

70% zu 30%

Verschiebung der Finanzierungsquellen: Früher 70% Anzeigen, 30% Abos/Verkauf; heute umgekehrt 70% Leserfinanzierung, 30% Anzeigen

3,5 Millionen

Schätzungsweise Teilnehmerzahl an Demonstrationen gegen vermeintliche Deportationspläne nach der Korrektiv-Recherche

70 Prozent

Früher stammten etwa 70 Prozent der Zeitungsfinanzierung von Anzeigenkunden

Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigen

30 Prozent

Früher stammten etwa 30 Prozent der Zeitungsfinanzierung von Abos und Verkäufen

10 Millionen

Geschätzte Anzahl der AfD-Wähler in Deutschland, deren Stimmen bei der demokratietheoretischen Debatte ignoriert werden

3,5 Millionen

Menschen, die über Wochen gegen den vermeintlichen Deportationsplan nach der Korrektiv-Recherche demonstrierten

15.000

Geschätzte Anzahl neuer Abos, die die Jerome-Boateng-Geschichte dem Spiegel generiert hat

15.000

Neue Abos, die der Spiegel laut Simon Bergmann durch die Jerome-Boateng-Verdachtsmeldung generierte

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Björn Höcke, unkritische Interviews und die Frage nach journalistischer Verantwortung · ab 04:41
Aktivismus in der Berichterstattung: Das Beispiel Korrektiv und die Potsdamer-Recherche · ab 27:00
Ökonomie des Journalismus: Warum Leserfinanzierung zu Aktivismus führt · ab 33:40
Das Ende der journalistischen Objektivität und die Zukunft vertrauenswürdiger Berichterstattung · ab 48:00

Quellen

BuchBuch von Katja Heuer über Weimar und Schicksale einzelner Menschen (u.a. Buchbinder Karl Weyrich)

ArtikelKommentar von Ijeoma Mangold in der Zeit zum Höcke-Interview

PodcastPodcast Ungeskriptet von Ben Berndt mit Björn Höcke (vierstündiges Interview)

Weitere 7 Quellen anzeigen

VideoBerlin Direkt (ZDF) Ausgabe Sommer 2019 mit Björn Höcke Interview

BuchRené Pfister: Ein falsches Wort (Buch über Kulturkampf und Cancel Culture)

ArtikelKolumne von René Pfister über eine Gebrauchsanleitung, wie man das Vertrauen in den Journalismus zerstört

StudieBloomberg-Analyse über mehrere tausend Shows zu Trumps Wahlkampf und YouTuber/Podcaster

ArtikelInterview mit Simon Bergmann (Medienanwalt für Till Lindemann) über MeToo-Verdachtsberichterstattung und Spiegel-Geschäftsmodell

ArtikelLeonard Downey Jr. Artikel: Überlegung zur Abkehr von journalistischer Objektivität als Standard

VideoStern-Ausgabe Herbst 2020: Spezialausgabe zusammen mit Fridays for Future

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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