Deutschland steckt dreistellige Milliarden in Rüstung, ohne dass unkontrollierte Preise, fehlende europäische Koordination und Interessenskonflikte gründlich hinterfragt werden – eine gigantische Steuerverschwendung auf dem Weg zur Pleite.
Markus Lanz und Richard David Precht diskutieren mit Investigativjournalist Christian Schweppe über Deutschlands massive Aufrüstung seit der „Zeitenwende". Sie kritisieren das „Whatever it takes"-Prinzip, die fehlende parlamentarische Kontrolle, intransparente Preisgestaltung und Interessenskonflikte. Schweppe berichtet von Goldrausch-Stimmung auf Rüstungsmessen und zeigt auf, wie die militärisch-industrielle Lobby den Staat über den Tisch zieht, während dringend notwendige zivile Investitionen unterbleiben.
Zahlen & Fakten
100 Milliarden Euro
Deutschlands geplante jährliche Verteidigungsausgaben ab 2026 und für die nächsten zehn Jahre festgeschrieben
450 Milliarden Euro
Geschätzter gesamter europäischer Verteidigungsindustrie-Umsatz aktuell (vs. 70–110 Milliarden vor dem Ukraine-Krieg)
50 Milliarden Euro
Rüstungsausgaben, die am 17. Dezember 2024 in vier Stunden durch den Haushaltsausschuss genehmigt wurden
Weitere 34 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
6 Milliarden Euro
Vorauszahlungen an Rüstungsfirmen allein an diesem einen Dezember-Tag 2024
42 Milliarden Euro
Anteil, den Rheinmetall von den ersten 100 Milliarden Euro Sondervermögen erhalten haben soll
11,5 Milliarden Euro
Gesamtkosten für Einbau und Betrieb der neuen Funkgeräte bei der Bundeswehr
40 Prozent
Potenzielle Ersparnis bei europäisch koordinierter Rüstung statt nationaler Zersplitterung (Europaparlament-Studie)
6 Prozent
Zulässige Gewinnmarge für Rüstungsfirmen gemäß Bonner Formel (im Durchschnitt)
100 Milliarden Euro jährlich
Aufrüstungsbudget für die kommenden zehn Jahre, festgeschrieben
70 bis 110 Milliarden Euro
Umsatz der europäischen Verteidigungsindustrie vor dem Ukraine-Krieg
450 Milliarden Euro
Aktueller Umsatz der europäischen Rüstungsindustrie
50 Milliarden Euro
Rüstungsaufträge bewilligt am 17. Dezember in vier Stunden Haushaltsausschuss
6 Milliarden Euro
Vorauszahlungen für Rüstungsfirmen an diesem Dezember-Tag
42 Milliarden Euro
Anteil der Rheinmetall-Aufträge am 100-Milliarden-Sondervermögen
11,5 Milliarden Euro
Kosten für Einbau und Betrieb digitaler Funkgeräte der Bundeswehr
4 bis 5 Millionen Euro
Kosten für einzelne Lenkflugkörper
40 Prozent
Mögliches Sparpotential bei europäisch koordinierter statt nationalstaatlicher Aufrüstung (Europaparlament-Studie)
25 Prozent
Ziel von Markus Söder: Anteil Bayerns an neuen Rüstungsausgaben
65.000 Euro
Stückpreis für ein Fahrzeugfunkgerät der Bundeswehr
200.000 Euro
Kosten für einen normalen Jeep der Bundeswehr
1 Million Euro
Kosten für einen Sattelschlepper der Bundeswehr
1.000 Dollar
Kosten für einen Schuss Munition von Rheinmetall ("Goldstaub"), laut Schweppe
10-fach
Preisunterschied: Westliche Bodendrohnen kosten etwa zehnmal so viel wie ukrainische Eigenentwicklungen
180 vs. 30
Anzahl verschiedener Waffensysteme in Europa (180) versus USA (30)
14 vs. 1
Kampfpanzer in Europa (14) versus USA (1)
23 vs. 2
Artilleriesysteme in Europa (23) versus USA (2)
16 vs. 4
U-Boote in Europa (16) versus USA (4)
65.000 Euro
Stückpreis eines Fahrzeugfunkgerätes für den Führungsfunk
200.000 Euro
Kosten pro Stück für normale Jeeps bei der Bundeswehr
1 Million Euro
Kosten pro Stück für Sattelabschlepper der Bundeswehr
1.000 Dollar
Kosten pro Schuss hochmoderner Munition bei Rheinmetall
14 Kampfpanzer
Anzahl unterschiedlicher Kampfpanzertypen in Europa (USA: 1)
23 Artilleriesysteme
Anzahl unterschiedlicher Artillerietypen in Europa (USA: 2)
16 U-Boote
Anzahl unterschiedlicher U-Boot-Typen in Europa (USA: 4)
10 bis 15 mal teurer
Westliche Drohnen im Vergleich zu ukrainischen Eigenproduktionen
48 verdächtige Vorgänge
Fälle von möglichem Insiderhandel in der Rüstungsbranche, die die BaFin untersucht hat
180 vs. 30
Anzahl unterschiedlicher Waffensysteme: Europa vs. USA
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchBuch von Ulrike Herrmann über China und Rüstungsindustrie, mit Kapitel 'Rüstungsindustrie ist kein Markt'
• RedeAbschiedsrede von Präsident Eisenhower (Januar 1961) - Warnung vor militärisch-industriellem Komplex
• ArtikelKapital-Artikel: BaFin prüft Insiderhandel in der Verteidigungsbranche
Weitere 4 Quellen anzeigenWeniger anzeigen
• BuchChristian Schweppe: 'Zeiten ohne Wende' (2024)
• BuchChristian Schweppe: 'Goldrausch' (Herbst 2025, mit goldenem Panzer auf dem Cover)
• StudieStudie vom Europaparlament (wissenschaftlicher Dienst): Europäische Rüstung könnte 40 Prozent günstiger sein bei koordinierter Beschaffung
• StudieStudie vom Institut für Weltwirtschaft Kiel: Vergleich europäischer vs. amerikanischer Waffensysteme (14 Kampfpanzer EU vs. 1 USA; 23 Artilleriesysteme EU vs. 2 USA; 16 U-Boote EU vs. 4 USA)
Wer spricht
MMarkus LanzHOST
Markus Lanz ist Journalist und TV‑Moderator; in der Sendung leitet er die Diskussion, stellt politische und gesellschaftliche Fragen zur Digitalisierung und KI und bringt Beobachtungen aus Medien und Gesprächen ein.
Alle Auftritte von Markus Lanz →RRichard David PrechtHOST
Richard David Precht ist Philosoph und Autor; er diskutiert in der Folge ausführlich gesellschaftliche, kulturelle und ethische Folgen der Digitalisierung und KI, nennt historische Vergleiche und verweist auf sein gerade erstelltes viertes Buch zum Thema.
Alle Auftritte von Richard David Precht →CChristian SchweppeGAST
Investigativjournalist, berichtet für Zeit, Spiegel und Stern über Rüstungsindustrie und Rüstungslobbyismus seit 2018, Autor von 'Zeiten ohne Wende' und 'Goldrausch'.
Alle Auftritte von Christian Schweppe →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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