Paperbacks für Chatbots: Kaufen KI-Firmen massenhaft antiquarische Bücher an?
5. August 2026 · 5 Min.
KI-Firmen kaufen massenhaft alte Bücher in Antiquariaten, scannen sie für Trainingsdaten und lassen die physischen Exemplare oft vernichten.
In der Folge erklärt ein Rechercheur, dass Antiquariate in letzter Zeit ungewöhnlich viele Bestellungen für vergriffene, lange nicht gefragte Bücher erhalten. Diese werden offenbar von KI-Unternehmen systematisch angekauft, digitalisiert und als Trainingsmaterial für Large Language Models genutzt. Aufgrund bestimmter urheberrechtlicher Ausnahmen (insbesondere in den USA) werden die physischen Exemplare nach dem Scan oft zerstört, während die digitalen Kopien in Firmendatensätzen verbleiben. Bibliotheken wie die Deutsche Nationalbibliothek können einzelne Exemplare bewahren und so den physischen Zugang sichern.
Zahlen & Fakten
1970
Zielrichtung der Käufe: Bücher mit ISBNn nach 1970
2
Anzahl der in den USA genannten Gerichte, die Entscheide zur Digitalisierung unter Fair-Use-Gesichtspunkten fällten
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
JJonas ChioraGAST
Kollege und Rechercheur, hat das Phänomen der massenhaften Antiquariatskäufe durch KI-Firmen untersucht. Er erläutert die praktischen Gründe für die Käufe (lange, zusammenhängende Texte, ISBN-basierte Automatismen), die rechtlichen Implikationen (US-Fair-Use-Debatte, Vernichtung physischer Exemplare) und die Bedeutung von Bibliotheken für den Erhalt von Zugänglichkeit.
Alle Auftritte von Jonas Chiora →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
Ähnliche Folgen

Der KI-Podcast · 4. Aug. 2026
Woran erkenne ich einen KI-Text?
Gregor Schmalzried und Fritz Espenlaub erklären, wie sich KI-Texte anhand typischer Stilmerkmale identifizieren lassen, wie technische Detektoren (z. B. Pangram) funktionieren und welche Kennzeichnungspflichten der AI‑Act vorsieht.
Das Thema – der wöchentliche Wirtschaftspodcast des manager magazins · 7. Aug. 2026
Agentic Commerce: Wer gewinnt – und wer verliert?
Henning Hinze und Jonas Rest erklären, dass Agentic Commerce — KI-Shopping-Agenten, die für Nutzer einkaufen können — den Onlinehandel grundlegend verändern und Macht- sowie Einnahmequellen von Händlern zu großen Tech-Plattformen verlagern könnte.
KI-Update – heise · 3. Aug. 2026
KI-Update kompakt: KI-Investitionen, Forschungssoftware, iCloud+, GEMA vs. Suno
Große Tech‑Konzerne investieren massiv in KI‑Infrastruktur; KI‑Agenten beschleunigen Forschungssoftware, bringen aber neue Prüf‑ und Wartungsaufgaben; Plattformen und Anbieter stehen vor rechtlichen sowie wirtschaftlichen Risiken.
@mediasres – Deutschlandfunk · 4. Aug. 2026
KI: Die zwiespältige Hoffnung kriselnder Medienhäuser
Künstliche Intelligenz kann Redaktionen bei Recherche und Produktion unterstützen, birgt aber das Risiko, Arbeit zu verlagern statt einzusparen und Beschäftigte zu gefährden.
MDR aktuell – Das Beste vom Morgen · 3. Aug. 2026
Unternehmen sehen Kennzeichnungspflicht für KI positiv
Unternehmen stehen einer Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte überwiegend positiv gegenüber, erwarten aber, dass der zusätzliche Arbeitsaufwand moderat bleibt.
MDR aktuell – Das Beste vom Morgen · 4. Aug. 2026
Ostdeutsche Unternehmen nutzen seltener KI
Ostdeutsche Unternehmen nutzen KI seltener als westdeutsche, obwohl konkrete Einsatzbeispiele und Expert:innen zeigen, dass gezielte, pragmatische Einführung sinnvoll ist.