Sinkende Asylzahlen - doch Kommunen werden kaum entlastet
14. September 2026 · 4 Min.
Sinkende Asylzahlen entlasten die Kommunen finanziell kaum.
Die Zahl der Asylsuchenden in Mitteldeutschland ist deutlich gesunken; zahlreiche Unterkünfte wurden geschlossen oder Mietverträge nicht verlängert. Auf kommunaler Ebene führt das aber nicht zu spürbarer finanzieller Entlastung, weil Länder Erstattungen oder Pauschalen zahlen und sinkende Ausgaben damit auch die Rückerstattungen mindern. Die Aufgabe verlagert sich von Erstaufnahme zu Betreuung und Integration, zudem sind Mittel oft zweckgebunden. Gleichzeitig wachsen andere Sozialausgaben, sodass Haushalte weiterhin stark belastet bleiben.
Zahlen & Fakten
rund 30 Prozent weniger
Relative Verringerung der Neuankünfte in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Vorjahresmonat.
zu über 90 Prozent
Anteil der Unterbringungskosten, die Landkreise in Sachsen vom Freistaat erstattet bekommen.
rund 60 Prozent
Anteil sozialer Leistungen (Jugendhilfe, Pflege, Eingliederungshilfe) am Kreishaushalt.
Weitere 4 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
rund 150
Anzahl der Geflüchteten, die noch im Januar im ehemaligen Hotel am Bautzener Stausee lebten.
knapp 550
Anzahl neu angekommener Asylsuchender in Sachsen im Juli und August (ohne Jahresangabe).
rund 300
Anzahl neu angekommener Asylsuchender in Thüringen in Juli und August (ohne Jahresangabe).
rund 300
Anzahl neu angekommener Asylsuchender in Sachsen-Anhalt in Juli und August (ohne Jahresangabe).
Themen & Erkenntnisse
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