Verschlechtern private Anbieter den Fernverkehr?
16. Juni 2026 · 4 Min.
Mehr Wettbewerb im Fernverkehr kann profitable Strecken verbessern, birgt aber das Risiko, dass kleinere Städte vom Angebot abgehängt werden.
In der Folge wird berichtet, dass private Anbieter wie Italo und FlixTrain in den deutschen Fernverkehr einsteigen wollen. Fachleute warnen, dass ohne klare Regeln private Betreiber vor allem lukrative Strecken bedienen und die Deutsche Bahn dadurch ihre Mischkalkulation verliert. Das könnte zu weniger Verbindungen in mittelgroßen und kleineren Städten führen. Vorgeschlagen werden gebündelte Ausschreibungen, Subventionen und ein zentrales Ticketportal.
Zahlen & Fakten
17–20 %
Geschätzte Auslastung der Deutschen Bahn an einigen weniger nachgefragten Strecken, die Investoren kaum anziehend findet.
16
Anzahl der Bahnhöfe, bei denen die Gewerkschaft im harten Wettbewerb eine drastische Reduzierung oder Einstellung des Fernverkehrs befürchtet.
2028
Möglicher Starttermin, zu dem Italo in den deutschen Fernverkehr einsteigen könnte.
Weitere 1 Zahl & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
6
Anspielung auf die 'letzten sechs verbliebenen Züge', deren Erhalt Lokalakteure als gefährdet ansehen.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
RRalf GeislerHOST
Berichtender Journalist/Redakteur, der die Thematik einführt und den Beitrag über Chip-Design in Sachsen präsentiert.
Alle Auftritte von Ralf Geisler →MMartin BurkertGAST
Martin Burkert wird im Beitrag als Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) genannt. Er äußert Bedenken, dass private Anbieter lukrative Strecken übernehmen und dadurch die Deutsche Bahn ihre Mischkalkulation verliert, was zu Einschnitten im Fernverkehr besonders in mittelgroßen Städten führen kann.
Alle Auftritte von Martin Burkert →KKlaus BartholmeGAST
Klaus Bartholme wird als Vertreter des Bündnis Fernverkehr Jena zitiert. Er berichtet von bereits verlorenen ICE-Verbindungen in Jena und warnt davor, dass finanzielle Einsparungen der Bahn zum vollständigen Wegfall der letzten verbliebenen Fernverkehre in der Region führen könnten.
Alle Auftritte von Klaus Bartholme →DDirk PflegeGAST
Geschäftsführer von Allianz Pro Schiene. Im Gespräch erläutert er die Folgen des Italo-Markteintritts für den deutschen Fernverkehr: Trassenvergabe, Verdrängungswettbewerb, Rosinenpickerei, Gefährdung von Halten in Mittelstädten sowie die Notwendigkeit politischer Leitplanken und eines abgestimmten Deutschland-Takt-Konzepts. Er diskutiert auch mögliche Auswirkungen auf Preise und Qualität und verweist auf Erfahrungen mit Anbietern wie FlixTrain.
Alle Auftritte von Dirk Pflege →LLukas IfländerGAST
Lukas Ifländer wird als Vorsitzender des Fahrgastverbands ProBahn vorgestellt. Er plädiert für finanzielle Ausgleichsmechanismen aus Trasseneinnahmen und ein zentrales Portal, über das Tickets aller Anbieter gekauft werden können, um Nutzerfreundlichkeit und Angebotsverbund zu gewährleisten.
Alle Auftritte von Lukas Ifländer →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.