Warum das Thüringer Energie-Gesetz auf sich warten lässt
8. Juli 2026 · 4 Min.
Das angekündigte Thüringer Energiegesetz verzögert sich wegen umfangreicher Ressortabstimmungen und politischer Uneinigkeit über Klimaziele, Ausschüttungen und kommunale Zuständigkeiten.
Der Entwurf für ein neues Energiegesetz in Thüringen, das Bürger und Kommunen stärker an Energieanlagen beteiligen und etwa das Einspeiseverbot für überschüssigen Solarstrom aufheben soll, ist noch nicht abschließend. Energieminister Thilo Kummer nennt Ressortabstimmungen als Grund für die Verzögerung. Die Linke (vertreten durch Thomas) kritisiert vor allem den fehlenden Vorlagestatus und hält am Klimaziel 2040 fest, während Kummer eine Verschiebung auf 2045 anstrebt; das 44:44-Stimmen-Patt im Landtag könnte ein zentraler Konfliktpunkt werden.
Zahlen & Fakten
knapp 60 Prozent
Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Thüringen
17
Anzahl der ursprünglichen Windkraftanlagen im beschriebenen Park
16,8 Megawatt
Gesamtleistung der ursprünglichen 17 Anlagen
Weitere 8 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
4
Anzahl der bereits repowerten/ersetzten Anlagen im Park
knapp über 37 Megawatt
Neue Gesamtkapazität nach dem Repowering
mehr als 20.000
Anzahl der Menschen, die der erneuerte Park jährlich mit Strom versorgen kann
0,2 Cent pro Kilowattstunde
Bestehende Ausschüttung an Kommunen durch das Windbeteiligungsgesetz
0,1 Cent
Vorgeschlagene zusätzliche Ausschüttung an Anwohner in der Nähe von Windkraftanlagen
2040
Klimaziel: Thüringen soll laut Linker-Fraktion bis 2040 den Strombedarf aus Erneuerbaren decken
2045
Datum, zu dem Energieminister Thilo Kummer das Klimaziel lieber verschieben möchte
44 zu 44
Stimmenverhältnis im Landtag, das ein Patt und fehlende Regierungsmehrheit beschreibt
Rubriken
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