Lagebericht – der Immobilienpodcast
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#270 GModG: Heute heizen, morgen Klimaschulden?

8. Juli 2026 · 38 Min.

Das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist handwerklich schlecht gemacht, praxisfern, unverständlich und verschiebt Klimaschutzlasten verantwortungslos auf zukünftige Generationen.

Die Folge analysiert den Referentenentwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG), das das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ersetzen soll. Der Nationale Normenkontrollrat kritisiert das Gesetz als eines der handwerklich schwächsten und praxisfernsten Vorhaben der letzten Jahre. Katarina Ivankovic und Dr. Peter Hettenbach zeigen auf, dass das GModG fünf zentrale Probleme hat: kaum verständliche Paragrafen, unnötige Bürokratie statt Abbau, unklare Folgeabschätzungen, mangelnde Investitionssicherheit und verfassungsrechtliche Bedenken. Zusätzlich kritisieren sie, dass moderne Technologien wie Digitalisierung, KI und Energiemanagementsysteme praktisch nicht berücksichtigt werden.

Zahlen & Fakten

3 Milliarden Euro

Jährliche Redispatch-Kosten für Schadensersatzzahlungen an Solarfarmen und Windfarmen wegen künstlicher Abschaltungen

10 Prozent

Erste Stufe der geplanten Gastreppe ab 2029

180 Seiten

Umfang des Referentenentwurfs des GModG

Weitere 4 Zahlen & Fakten anzeigen

1,8

Derzeitiger Primärenergiefaktor für Strom im GEG

1,5

Geplanter Primärenergiefaktor für Strom im GModG

1,3

Primärenergiefaktor für Gas

2029

Zeitpunkt für erste Erhöhung der Gas-/Biotreppe und Termin der nächsten Bundestagswahl

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Das GModG und seine handwerklichen Mängel · ab 44:00: Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz wird vom Normenkontrollrat als handwerklich schwach und praxisfern kritisiert. Der 180-seitige Referentenentwurf ist kaum verständlich und fragmentarisch strukturiert.
Fünf zentrale Kritikpunkte: Bürokratie, Energieausweis und Primärenergiefaktoren · ab 10:04:00: Das GModG führt neue Nachweispflichten und Dokumentationslast ein, statt Bürokratie abzubauen. Unklar bleibt, wie der neue Energieausweis aussieht. Stromheizungen werden künstlich schlechter bewertet als Gas.
Verfassungsbedenken und fehlende Zukunftsorientierung · ab 11:01:00: Gutachten deuten auf Verfassungswidrigkeit hin. Das Gesetz verschiebt Klimaschutzlasten bis 2029 auf die nächste Regierung und ignoriert moderne Technologien wie KI und Digitalisierung völlig.

Quellen

ArtikelTagesschau: Normenkontrollrat – Scharfe Kritik am Gebäudemodernisierungsgesetz

ArtikelBild-Zeitung: Aussage von NKR-Chef Lutz Göbel zum GModG

StudieGutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages zum GModG

Weitere 1 Quelle anzeigen

StudieGutachten einer von Enpal beauftragten Kanzlei zur Verfassungsmäßigkeit des GModG

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

K
Katharina IvankovicHOST

Co-Host des Lageberichts – Immobilienpodcast. Führt mit Fachkompetenz und kritischer Perspektive Interviews zu Wohnungsmarkt, Stadtentwicklung und Baupolitik. Persönliche Erfahrung als Absolvent eines dualen Studiums in Heidelberg (seit 2012), wodurch sie Bezug zu Studentenwohnraum-Thematik hat.

Alle Auftritte von Katharina Ivankovic
D
Dr. Peter HettenbachHOST

Co-Host des Lageberichts – Immobilienpodcast. Bringt tiefe Expertise in Immobilienfinanzierung, Steuerrecht (insbesondere geldwerter Vorteil), Genossenschaftsmodelle und strategische Unternehmensplanung ein. Diskutiert lösungsorientiert Szenarien für bezahlbares Wohnen.

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