Willi Winkler zur neuen NS-Aufarbeitung durch KI-Tools in Medien
21. Juli 2026 · 7 Min.
Willi Winkler erklärt, dass die neuen Online-Suchtools großer Medien die private Auseinandersetzung mit NS-Vergangenheit erleichtern und deutlich machen, dass breite gesellschaftliche Beteiligung am Nationalsozialismus bestand.
Willi Winkler beschreibt, wie Suchmaschinen bei Zeit, Spiegel und Süddeutscher Zeitung vielen Nutzerinnen und Nutzern erstmals unkompliziert Hinweise auf mögliche NSDAP-Mitgliedschaften in der Familie liefern. Solche Tools machen private Recherche zum Massenphänomen und bieten Einstiegspunkte für vertiefte Archivarbeit. Zugleich betont Winkler, dass individuelle Funde das größere historische Bild ergänzen: Der Nationalsozialismus war kein „Vogelschiss“, sondern beruhte auf breiter Unterstützung. Die Recherche kann helfen, Gegenwart und rechtspopulistische Tendenzen besser einzuordnen.
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WWilli WinklerGAST
Willi Winkler ist Journalist bei der Süddeutschen Zeitung und Forscher zur deutschen Geschichte; er hat zur Kontinuität und Verflechtung von NS‑Tätern und Mitläufern publiziert (u. a. das Buch ‚Das braune Netz‘) und analysiert hier, wie neue Recherche‑Tools private wie öffentliche Aufarbeitung beeinflussen.
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