Die Schweiz als Mediatorin: Ein Auslaufmodell in der neuen Weltordnung?
8. Juli 2026 · 31 Min.
Die Schweiz verliert ihr Alleinstellungsmerkmal als neutraler Vermittler; ihre «guten Dienste» müssen sich angesichts neuer Vermittler und geopolitischer Verschiebungen neu positionieren.
Daniel Möckli analysiert, dass die Schweizer Tradition der «guten Dienste» weiterhin wertvoll, aber nicht mehr exklusiv ist. Am Beispiel der Gespräche zwischen USA und Iran zeigt sich, wie regionale Akteure wie Pakistan oder Katar in die Vermittlerrolle vorgedrungen sind. Möckli empfiehlt, Erwartungen innenpolitisch realistischer zu setzen, stärker auf Partnerschaften zu setzen und Vermittlungsarbeit vermehrt in weniger medialen Konfliktherden fortzuführen.
Zahlen & Fakten
50 %
Anteil von Friedensabkommen, die später wieder zerbrechen (genannte Erfolgsquote allgemein)
über 200
Anzahl Schutzmandate der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs
8
Anzahl aktueller Schutzmandate der Schweiz
Weitere 1 Zahl & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
9
Anzahl Staaten, die in die aktuellen Schutzmandate involviert sind
Organisationen
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
DDavid VogelHOST
David Vogel ist der Moderator der NZZ‑Geopolitik‑Folge und führte in diesem Interview die Gesprächsleitung mit Fragen zu den Schweizer «guten Diensten» und Aussenpolitik.
Alle Auftritte von David Vogel →DDaniel MöckliGAST
Daniel Möckli leitet das Center for Security Studies (CSS) an der ETH Zürich. Er war viele Jahre im Schweizer Aussenministerium (EDA) als geopolitischer und strategischer Berater tätig und analysiert in der Folge die Entwicklung, Erfolge und Herausforderungen der schweizerischen Vermittlungs‑ und Friedenspolitik.
Alle Auftritte von Daniel Möckli →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
Ähnliche Folgen

Echo der Zeit · 8. Juli 2026
USA drohen mit Angriffen – Iran hält sich bedeckt
Die Drohkulisse der USA gegenüber dem Iran erhöht die Spannungen; Teheran reagiert bislang zurückhaltend, während die Sendung weitere internationale und innenpolitische Folgen analysiert.
tagesschau in 100 Sekunden · 8. Juli 2026
tagesschau in 100 Sekunden
USA greifen erneut Ziele im Iran an; NATO verhandelt über Lastenteilung und neue Langstreckenwaffen; Le Pen bleibt Präsidentschaftskandidatin; in New York droht ein Hochhaus einzustürzen; die Schweiz erreicht erstmals seit 1954 das WM-Viertelfinale; das Wetter bleibt wechselhaft mit 18–32 Grad.
Radiowissen – BR · 7. Juli 2026
Versöhnung und Versöhnlichkeit - Wie kann man Wut und Hass beenden?
Versöhnung erfordert bewusste Anstrengung, Empathie, Gesprächsbereitschaft und Zeit; nur so lassen sich Wut, Hass und gesellschaftliche Polarisierung überwinden.
Presseschau · 10. Juli 2026
10. Juli 2026 - Die internationale Presseschau
Die internationalen Zeitungen kommentieren überwiegend die jüngsten gegenseitigen Angriffe zwischen USA und Iran sowie die regionalen Folgen im Libanon, im Gazastreifen und in der globalen Logistik.

RONZHEIMER. · 9. Juli 2026
Trumps seltsame Putin-Wende / Kehrt der Iran-Krieg zurück? Mit Nico Lange
Der NATO-Gipfel in Ankara zeigte formale Einheit und neue Rüstungsinitiativen, offenbart aber durch provokative US-Äußerungen, die Iran-Spannungen und die anhaltenden russischen ballistischen Angriffe auf die Ukraine tiefe transatlantische Risse und konkrete Verteidigungsdefizite.
Der Politikpodcast – Deutschlandfunk · 10. Juli 2026
NATO und Waffendeals - Durchbrüche oder Trippelschritte für die Außenpolitik?
Der NATO-Gipfel lieferte sichtbare außen- und sicherheitspolitische Erfolge, doch Klaus Remme und die Hosts betonen, dass strukturelle Probleme, hohe Kosten und politische Spannungen dadurch nicht automatisch gelöst sind.