Quarks Science Cops
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Die Akte Zappelstrom: Reichen Wind und Sonne für Deutschland?

5. September 2026 · 1 Std. 8 Min.

Christiane Döckel und Jonathan Focke: Deutschland kann grundsätzlich mit Wind- und Solarstrom sicher versorgt werden, wenn Netzausbau, kurz- und langzyklische Speicher (Batterien und Power-to-Gas/Wasserstoff) sowie flexible Verbrauchssteuerung konsequent ausgebaut werden.

Die Hosts ordnen die Kritik am sogenannten "Zappelstrom" ein und zeigen, welche Herausforderungen Wind- und Solarenergie mit sich bringen: fluktuierende Erzeugung, regionale Ungleichgewichte und fehlende Speicherkapazitäten. Sie erklären technische Speicheroptionen (Pumpspeicher, Batteriespeicher, Power-to-Gas), diskutieren, wieviel Speicher nötig wäre (Kurz- vs. Langzeitspeicher) und wägen politische Optionen wie neue Gaskraftwerke oder Atomkraft ab. Fazit: technisch und wirtschaftlich ist eine Versorgung mit Erneuerbaren möglich, erfordert aber massiven Netzaus- und Speicherausbau sowie kluge Regulierung.

Zahlen & Fakten

39 Gigawattstunden

Pumpspeicherkapazität in Deutschland (Stand 2026)

30 Gigawattstunden

installierte Batteriespeicherkapazität in Deutschland (Stand 2026), viele Heimspeicher davon nicht netzsteuerbar

70 Gigawattstunden

gesamte aktuell verfügbare speicherbare Energiemenge in Deutschland (Pumpspeicher + Batteriespeicher, Stand 2026)

Weitere 9 Zahlen & Fakten anzeigen

60–70 Gigawatt

typische in Echtzeit benötigte elektrische Leistung in Deutschland (Durchschnittsmaßstab zur Einordnung)

630 Gigawatt

Ausbauziel für Solar- und Windkraft in Deutschland bis 2045

1,4 Terawattstunden

ungefähre Tagesstrommenge in Deutschland

2,8 Terawattstunden

geschätzter Speicherbedarf zur Überbrückung einer zweitägigen Dunkelflaute in Deutschland

80 Terawattstunden

von Forschern des DIW genannte Größenordnung an Wasserstoffspeichern zur Absicherung extremer Dunkelflauten

250 Terawattstunden

existierende Erdgasspeicherkapazität in Deutschland (als Vergleichsmaßstab für mögliche Wasserstoffspeicherung)

144

Anzahl Dunkelflauten pro Jahr mit ≥10 Stunden Dauer nach einer Berechnung im Auftrag von Uniper (Mittelwert der letzten zehn Jahre, im Papier genannt)

70 Gigawattstunden

geschätzte Batteriekapazität in Kalifornien 2026 (Ausbau von unter 1 GW 2019 auf knapp 18 GW Leistung mit ~4 Stunden Kapazität)

zweimal pro Jahr

häufigkeit von Dunkelflauten >48 Stunden nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (Durchschnitt)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Problem: Zappelstrom, Grundlast und Dunkelflauten · ab 04:42
Speicher- und Netzlösungen: Pumpspeicher, Batterien, Power-to-Gas · ab 32:00
Bedarf, Kosten, Szenarien und politische Implikationen · ab 01:02:41

Quellen

StudieStudie in Nature Communications von Forschern des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zu europäischen Dunkelflauten (1982–2019)

StudieDeutscher Wetterdienst (Berechnungen zur Häufigkeit von Dunkelflauten und zur Dauer >48 Stunden)

StudieUniper (kurzes Papier eines Meteorologen zur Häufigkeit von Dunkelflauten ≥10 Stunden über die letzten zehn Jahre)

Weitere 3 Quellen anzeigen

StudieFraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Angaben zu Batterieszenarien und Speicherkapazitäten)

StudieNetzentwicklungsplan Strom (Szenarien zur maximalen Batteriespeicherkapazität)

ArtikelSpiegel (Recherche Anfang 2026: Vorwürfe, dass das Wirtschaftsministerium Argumente bei der Gaslobby in Auftrag gab)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

J
Jonathan FockeHOST

Jonathan Focke, Wissenschaftsjournalist beim WDR, Co‑Host der Quarks Science Cops; führt durch die Recherche, bewertet Studien und entlarvt pseudowissenschaftliche Vermarktung.

Alle Auftritte von Jonathan Focke

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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