Aufgelassene Steinbrüche lassen sich durch gezielte Renaturierung in artenreiche Lebensräume verwandeln, bleiben aber ökologisch und politisch umstritten, weil Verantwortung, Nachhaltigkeit und Pflegefragen offen sind.
Der Beitrag zeigt, wie ehemalige Steinbrüche durch Renaturierung und gezielte Geländegestaltung zu Refugien für seltene Pflanzen und Tiere werden können. Vor Ort berichteten Ökologen von artenreichen Trockenrasen, Flachuferbereichen und Gewässern, die Insekten, Amphibien und Reptilien anziehen. Gleichzeitig stellt der Beitrag die Konflikte zwischen Bürger-, Naturschutzverbänden und der Rohstoffindustrie dar: Streit um Grundwasser, langfristige Verantwortung und die Frage, ob sekundäre Lebensräume Primärlebensräume ersetzen können. Abschließend werden Kooperationsmodelle und praktische Probleme der Pflege diskutiert.
Zahlen & Fakten
0,01 %
Der Abbau umfasst etwas über 0,01 % der Landesfläche Bayerns, laut Bayerischem Industrieverband Baustoffe, Steine und Erden.
90 %
Schätzung von Pascal Bunk: In etwa 90 % der Fälle müssen Rohstofffirmen Ackerland wiederherstellen, wenn Bauern ihr Land zurückfordern.
3 Hektar
Knauf erwarb drei Hektar Land in Helmitsheim zum Renaturieren; der ursprüngliche Steinbruch war etwa 10 Hektar groß.
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10 Hektar
Größe des ursprünglichen Steinbruchs bei Helmitsheim, der deutlich größer war als die für die Renaturierung erworbenen Flächen.
rund 900
In Bayern sind rund 900 Steinbrüche und Kiesgruben insgesamt in Betrieb.
860 Hektar pro Jahr
Pro Jahr werden in Bayern laut Angaben Wirkungsbereich verschiedene Firmen etwa 860 Hektar Land durch Rohstoffabbau in Anspruch genommen.
bis zu 10 Jahre
Rekultivierung kann nach Abbau laut Beitrag bis zu zehn Jahre dauern, bis die Ertragsfähigkeit der Böden wieder dem Vorzustand ähnelt.
rund 280 Arten
Der Industrieverband Baustoffe, Steine und Erden nennt rund 280 Pflanzen- und Tierarten, darunter Rote-Liste-Arten, die in ehemaligen bayerischen Steinbrüchen leben.
Organisationen
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• ArtikelPressemitteilung des Bund Naturschutz (2008) zur geplanten Übernahme des ehemaligen Ackerlands neben dem Steinbruch
• StudieAngaben des Bayerischen Industrieverbands Baustoffe, Steine und Erden zu Abbauflächen und Anteil an der Landesfläche Bayerns
• StudieIndustrieverband Baustoffe, Steine und Erden: Hinweis auf rund 280 Pflanzen- und Tierarten in ehemaligen bayerischen Steinbrüchen
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
KKatharina HübelHOST
Journalistin und Produzentin beim Bayerischen Rundfunk (BR); Autorin dieser Radiowissen-Folge. Sie recherchierte vor Ort, führt durch die Reportage und sprach mit Ökologen, Verbandsvertretern und Vertretern der Rohstoffindustrie.
Alle Auftritte von Katharina Hübel →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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