Die Ausstellungen in Zürich und Bonn geben Sexarbeiterinnen Sichtbarkeit, lassen Betroffene zu Wort kommen und thematisieren Arbeit, Stigma und rechtliche Hürden statt sie nur zu kriminalisieren.
Zwei Museen (Landesmuseum Zürich und Bundeskunsthalle Bonn) zeigen Ausstellungen, die Sexarbeit als vielfältige Arbeit darstellen, Zeitzeug:innen direkt sprechen lassen und die Folgen von Stigmatisierung sowie restriktiven Regulierungen beleuchten. Ziel ist, Betroffenen eine Stimme zu geben, Vorurteile aufzubrechen und politische sowie gesellschaftliche Debatten — etwa zur Freierbestrafung oder Zugangsbeschränkungen — am Beispiel konkreter Lebensgeschichten sichtbar zu machen.
Zahlen & Fakten
90 %
Anteil der Sexarbeiterinnen, die Cis-Frauen sind (Schätzung von Nicht-Regierungsorganisationen)
80 %
Anteil der Sexarbeiterinnen ohne Schweizer Pass (Schätzung von Nicht-Regierungsorganisationen)
1942
Jahr, seit dem Sexarbeit in der Schweiz als legales Gewerbe genannt wird
Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
11
Anzahl der Zeitzeuginnen und -zeugen in der Videoinstallation im Landesmuseum Zürich
50 Minuten
Ungefährer Zeitaufwand, um alle Testimonials in der Zürcher Videoinstallation anzusehen
20.000
Geschätzte Anzahl jährlich in der Schweiz tätiger Sexarbeiterinnen (Angabe von Nicht-Regierungsorganisationen)
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• ArtikelTages-Anzeiger (Bericht über Kritik von Organisationen am Ausstellungstitel 'Sexarbeit')
• Bonner Ausstellungskatalog (Bemerkungen von Laura Maria Agustin zur Wirkung von Regularien auf kleine Bordelle)
• RechtProstituiertenschutzgesetz (deutsches Gesetz zur Regulierung der Sexarbeit)
Weitere 1 Quelle anzeigenWeniger anzeigen
• Objects of Desire (Sexwork-Archiv, Initiative und Online-Sammlung seit 2016)
Wer spricht
BBrigitte HürlimannHOST
Autorin des Beitrags «Auf Augenhöhe mit Sexarbeiterinnen» für die Republik; ihr Text wird in der Folge von einer synthetischen Stimme vorgelesen.
Alle Auftritte von Brigitte Hürlimann →DDenise TonnellaGAST
Landesmuseumdirektorin; im Gespräch mit der Republik erläutert sie, die Ausstellung wolle Besucherinnen vor unerwarteten Inhalten warnen und die legale Arbeit in ihren Facetten zeigen.
Alle Auftritte von Denise Tonnella →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
Ähnliche Folgen
brand eins-Podcast · 28. Aug. 2026
Nagelstudios: Zwischen Ausbeutung und Menschenhandel
Nagelstudios können Orte systematischer Arbeitsausbeutung und Menschenhandel sein; Sozialpädagogin Claudia Robbe erklärt, warum Betroffene kaum Hilfe annehmen und welche rechtlichen und praktischen Maßnahmen nötig sind.

Tabubruch von MDR AKTUELL · 25. Aug. 2026
Luno: Awareness, Macht und Diskriminierung im Arbeitsalltag
Luno erklärt, dass Awareness-Arbeit Betroffene stärkt, Machtstrukturen sichtbar macht und Gespräche über Diskriminierung und Grenzverletzungen im Arbeitsalltag ermöglicht.

Domian Talkradio - Das Archiv · 23. Aug. 2026
20.12.2002 Domian Thema: Offen
Die Folge dokumentiert nächtliche Anrufergespräche über persönliche Sehnsüchte, sexuelle Vorlieben, Identitätsfragen und finanzielle Notlagen und zeigt die Bandbreite menschlicher Lebensentwürfe.
MDR aktuell – Das Beste vom Morgen · 25. Aug. 2026
Sachsen-Anhalt: Berichte von zunehmender rassistischer und antisemitischer Gewalt
Beratungsstellen in Sachsen‑Anhalt melden eine deutliche Zunahme rassistischer und antisemitischer Gewalt und fordern verlässliche Finanzierung für langfristige Betroffenenarbeit.
WDR Lebenszeichen · 27. Aug. 2026
Gefängnisseelsorge und Suizidprävention
Das Suizidrisiko hinter Gittern ist deutlich erhöht; Seelsorge, systematische Präventionsausbildung und psychotherapeutische Versorgung sind entscheidend, um Leben zu schützen.
