
ZEITREISE: Die Wahrheit über den Bomben-Krieg gegen Deutschland. Mit Matthias Strohn
16. August 2026 · 1 Std. 26 Min.
Die alliierte Bombenoffensive gegen deutsche Städte entwickelte sich während des Zweiten Weltkriegs von gezielten Angriffen zu einem flächenhaften 'Moral Bombing' mit schwerwiegenden militärischen, zivilen und erinnerungskulturellen Folgen, deren Legitimität bis heute kontrovers diskutiert wird.
Philipp Hirthoff spricht mit dem Militärhistoriker Matthias Strohn über Entstehung, Taktik und Wirkung des Bombenkriegs. Strohn erklärt historische Vorläufer (ab 1911), nationale Unterschiede in Einsatzdoktrinen und die technische/operative Entwicklung bis zum großflächigen Area Bombing der Alliierten. Er benennt konkrete Folgen für Produktion, Logistik und Bevölkerung und geht auf spektakuläre Angriffe wie Dresden und Hamburg ein. Abschließend diskutiert das Gespräch rechtliche, politische und erinnerungskulturelle Aspekte.
Zahlen & Fakten
30 %
Zielgröße im Dehousing Paper: angestrebte Zerstörung von Wohnraum in betroffenen Städten
13./14. Februar 1945
Datum des schweren Luftangriffs auf Dresden
1. September 1939
Erster Tag des Zweiten Weltkriegs; Bombardierung von Wielun (deutscher Angriff auf Polen)
Weitere 7 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
4. September 1939
Früher britischer Luftangriff auf Wilhelmshaven
1.000 Tonnen
Geschätzte Bombenmenge beim deutschen Angriff auf Stalingrad am 23. August 1942
900 Tage
Dauer der Blockade von Leningrad (Beschreibung im Gespräch)
20.000
Ungefähr angegebene Zahl britischer Tote infolge des Blitz in Großbritannien
35.000
Von einer Historikerkommission genannte Schätzung zu Opfern bei Dresden
58
Anfangs benannte Zahl von Städten, die laut Dehousing Paper zunächst ins Visier genommen wurden
1.000
Größenordnung beim '1.000-Bomber-Angriff' (Beispiel Köln 1942)
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchDie Schlafwandler (Chris Clark) – erwähnt als Beispiel für britische Debatten über Kriegsschuld im Ersten Weltkrieg
• StudieButt-Report (Analyse zur Zielgenauigkeit britischer Bomber, 1941) – im Gespräch als Beleg für geringe Treffgenauigkeit nächtlicher Angriffe
• Area Bombing Directive (14. Februar 1942) – britische Direktive zur Flächenbombardierung
Weitere 2 Quellen anzeigenWeniger anzeigen
• Dehousing Paper (Kabinettsdokument, 30. März; britische Planung zur Zerstörung von Wohnraum)
• BuchDer Brand (Jörg Friedrich) – genanntes Buch, das eine öffentliche Debatte über die Luftangriffe in Deutschland angestoßen hat
Wer spricht
PPhilipp HirthoffHOST
Philipp Hirthoff, Journalist und Kollege von Paul Ronzheimer, moderiert das Gespräch aus Berlin, stellt Fragen zur Lage in Kiew und zur deutschen Debatte über Unterstützung und Sicherheit.
Alle Auftritte von Philipp Hirthoff →MMatthias StrohnGAST
Matthias Strohn ist Militärhistoriker, Professor an der University of Buckingham und Dozent an der britischen Militärakademie Sandhurst. Im Gespräch erläutert er detailliert die militärische Logik, Taktik und Technik des Luftkriegs, verweist auf historische Vorläufer und bringt eine britische Perspektive auf Debatten zu Moral, Rechtmäßigkeit und Erinnerung der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg.
Alle Auftritte von Matthias Strohn →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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