SÜDPOL - DER Wirtschaftspodcast
SÜDPOL - DER Wirtschaftspodcast
SÜDPOL - DER Wirtschaftspodcast

Stromnetz: Licht aus ohne neue Leitungen! - mit APG-Vorstandssprecher Gerhard Christiner

28. Juli 2026 · 14 Min.

Ohne einen massiven Ausbau der Stromnetze – insbesondere durch die geplante 380-kV-Leitung in Kärnten – kann Österreich die Energiewende nicht sicher umsetzen und die steigende Nachfrage durch Elektrifizierung und neue Verbraucher nicht decken.

Die Episode behandelt die zentrale Rolle des Stromnetzes für die österreichische Energieversorgung im Zeitalter der Energiewende. Gerhard Christiner, Vorstandssprecher der Austrian Power Grid (APG), erläutert, warum die geplante 380-kV-Leitung in Kärnten ein Schlüsselprojekt ist, um die Lücke im österreichischen Höchstspannungsnetz zu schließen. Die steigende Stromnachfrage durch E-Mobilität, Wärmepumpen und Rechenzentren sowie der massive Ausbau von Wind- und Photovoltaikanlagen erfordern ein leistungsstarkes Netzrückgrat. Christiner erklärt, warum Untererdverkabelung trotz Bürgernähe wirtschaftlich und technisch ungeeignet ist, und betont die Notwendigkeit eines systemischen Ansatzes, der Erzeugung, Speicher und Netzausbau gleichermaßen berücksichtigt.

Zahlen & Fakten

20 Prozent

Anteil des österreichischen Strombedarfs im Winterhalbjahr, der importiert wurde (letzter Winter)

5000 MW

Windkraftausbau in Österreich in den letzten fünf Jahren

10000 MW

Photovoltaik-Ausbau in Österreich in den letzten fünf Jahren

Weitere 4 Zahlen & Fakten anzeigen

1000 Stunden

Durchschnittliche jährliche Verfügbarkeit von Sonnenenergie in Österreich

2500 Stunden

Durchschnittliche jährliche Verfügbarkeit von Windenergie in Österreich

7000 Stunden

Durchschnittliche jährliche Laufzeit eines Gaskraftwerks

6 bis 8

Kostenfaktor einer Untererdverkabelung gegenüber einer Freileitung

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Energiewende und veränderte Stromversorgung in Österreich · ab 44:00: Österreich baut massiv erneuerbare Energien aus (5.000 MW Wind, 10.000 MW PV). Dies erfordert Anpassungen des gesamten Energiesystems, da Wind und Sonne tagesabhängig und wetterabhängig produzieren, nicht wie konventionelle Kraftwerke bedarfsgerecht.
Die 380-kV-Leitung Kärnten als Schlüsselprojekt für Versorgungssicherheit · ab 04:01:00: Die geplante 380-kV-Freileitung schließt eine kritische Lücke im österreichischen Höchstspannungs-Ringleitung. Sie verbindet große Verbrauchszentren (Wien, Graz, Klagenfurt) mit Erzeugungsquellen (Burgenland, Wind) und Speichern (Kärnten, Salzburg) zu einem stabilen Netzrückgrat.
Warum Untererdverkabelung nicht die Lösung ist und Zukunftsaussichten · ab 05:39:00: Untererdverkabelung ist 6- bis 8-mal teurer, hat tausende fehleranfällige Muffen und verursacht größere Natureingriffe als Freileitungen. Der Strompreis wird sinken, aber Systemkosten für Speicher, Netze und Backups bleiben notwendig.

Wer spricht

G
Gerhard ChristinerGAST

Vorstandssprecher der Austrian Power Grid (APG), Österreichs Betreiber des Höchstspannungsnetzes. Christiner ist langjähriger Experte für Energiewirtschaft und Stromversorgung. Er verantwortet zentrale Netzausbauprojekte wie die geplante 380-kV-Leitung in Kärnten und treibt Österreichs Energiewende infrastrukturell voran. Seine Expertise umfasst Systemstabilität, Netzausbau, erneuerbare Energieintegration und Versorgungssicherheit.

Alle Auftritte von Gerhard Christiner

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.