500 Jahre gewaltsame Kulturkontakte: Karin Harassers „Des Teufels Leibspeise“
25. August 2026 · 4 Min.
500 Jahre gewaltsame Kulturkontakte zwischen Südamerika und Europa werden als Verschlingungsgeschichten erzählt, in denen Austausch und indigene Agency wichtiger sind als essenzialistische Identitätsvorstellungen.
Die Folge bespricht ein Buch, das in Kapiteln über fünf Jahrhunderte gewaltsame Kulturkontakte zwischen Südamerika und Europa nachzeichnet. Es verwendet die Metapher des 'Verschlungenen', um zu zeigen, wie Europa den Rest der Welt einverleibte und wie Widerstand, Unverdauliches und Gegeneinverleibung sichtbar wurden. Indigene Gruppen erscheinen nicht als passive Opfer, sondern als aktive Akteurinnen und Akteure, die Fremdes kreativ nutzen und politisieren. Fallbeispiele reichen von kolonialen Filmproduktionen über jesuitische Musik bis zu ökonomischen Praktiken und hinterfragen europäische Grundannahmen.
Zahlen & Fakten
5 Jahrhunderte
Umfang der historischen Betrachtung im Buch
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchDes Teufels Leibspeise von Karin Harasser
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeKIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
Ähnliche Folgen
WDR Zeitzeichen
Nilpferd in Senfsauce: Was in den Kolonien auf den Teller kam
Kolonialkochbücher zeigen, wie deutsche Frauen versuchten, die ‚deutsche‘ Küche in den Kolonien zu bewahren und dabei Ersatzzutaten nutzten; sie offenbaren zugleich alltäglichen Rassismus und koloniale Machtverhältnisse.
Radiowissen – BR
Indigene in Südamerika „Wir sind seit 500 Jahren im Widerstand“
Der indigene Widerstand in Südamerika ist ein über 500 Jahre andauernder, wandlungsfähiger Kampf gegen Eroberung, Ausbeutung und Landraub, der sich je nach Epoche immer wieder an neue Bedingungen anpasst.
SWR Kultur lesenswert – Literatur
Gewalt auf drei Kontinenten: Inga Machels neuer Roman: „Harte Strandparty“
Eine Besprechung eines Romans, der in drei langen Erzählungen das Leben ausgegrenzter Menschen schildert und dessen mittlere Geschichte als besonders lesenswert hervorgehoben wird.
Lesart – Das Literaturmagazin
Buchkritik: Sophy Roberts: "Schule der Elefanten. Auf der Suche nach den Fußspur
Günter Wessel bespricht ein Buch, das anhand eines fehlgeschlagenen Elefantentransports die Brutalität und die Spuren des Kolonialismus nachzeichnet.
Radiowissen – BR
Die Macht der Erbsünde - Historische Folgen einer Erzählung
Die Erzählung vom Sündenfall hat über Jahrtausende theologische Lehren und kulturelle Bilder geprägt und diente sowohl als Rechtfertigung für Hierarchien und Gewalt als auch als Quelle künstlerischer und kritischer Deutungen.

Kultur kompakt
Intelligenz – überbewertet!
Intelligenz wird in der Folge als überbewertetes, gesellschaftlich überhöhtes Merkmal diskutiert; andere Fähigkeiten und soziale Zusammenhänge verdienen ebenso Beachtung.