Weltwirtschaftskrise in Deutschland: Banken schließen für zwei Tage | 15.7.1931
12. Juli 2026 · 22 Min.
Reichsminister Hermann Dietrich rechtfertigt die zweitägige Schließung der Banken als notwendige Maßnahme zur Beruhigung des Zahlungsverkehrs und nennt kurzfristige Auslandskredite, internationale Rückforderungen und inländische Nervosität als Hauptursachen.
In einer Rundfunkansprache am 15. Juli erläutert Reichsfinanzminister Hermann Dietrich die Entscheidung, Banken und Sparkassen für zwei Tage zu schließen. Er betont, das Reich habe Vorkehrungen getroffen, weist auf die Rolle kurzfristiger Auslandskredite und internationaler Rückforderungen hin und erklärt die praktischen Schritte (Notverordnung, Reichsbank-Vorsorge) zur Sicherstellung von Lohn-, Renten- und Unterstützungszahlungen.
Zahlen & Fakten
1,6 Milliarden Mark
Ungefähre Entlastung durch das Huber-Moratorium, genannt als rund 1,6 Milliarden.
300 Millionen Mark
Betrag, den Reichsmittel und Mittel der Post der deutschen Wirtschaft am genannten Tag wieder zugeführt haben.
7–8 Milliarden Mark
Geschätzte Größenordnung der kurzfristigen Auslandskredite, die in der deutschen Wirtschaft steckten und als gefährlich bezeichnet werden.
Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
3–4 Milliarden Mark
Ungefährer Betrag, der nach zwei Anstürmen bereits an das Ausland zurückgezahlt worden sei.
12 Milliarden Mark
Gesamteinlagen bei den Sparkassen, deren langfristige Anlageproblematik hervorgehoben wird.
40%
Aktuelle Deckungsgrenze des Notenumlaufs laut Ansprache.
33%
Vorkriegs-Deckungsquote des Notenumlaufs, als Vergleich genannt.
2
Anzahl der staatlich angeordneten Bankfeiertage (14. und 15. Juli).
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