Küssen ist ein vielschichtiges Kommunikationsverhalten: es stärkt Bindung und setzt Neurochemie frei, birgt aber auch Infektions‑ und Grenzverletzungsrisiken und variiert stark kulturell.
Die Folge beleuchtet Küssen aus drei Perspektiven: Am Filmset zeigt die Intimitätskoordination, wie Kuss‑ und Sexszenen sicher und mit klarem Konsent organisiert werden. Neurobiologische Forschung erklärt die körperlichen Abläufe, den Austausch von Mikroben sowie die Rolle von Neurotransmittern und Oxytocin für Bindung und Wohlbefinden. Historische und kulturvergleichende Analysen zeigen, dass Küssen nur in einem Teil der Welt verbreitet ist und verschiedenste soziale Bedeutungen trägt – von Ritual bis politischer Geste.
Zahlen & Fakten
47 %
Anteil der Kulturen, in denen Küssen beobachtet wurde (interkultureller Vergleich)
53 %
Anteil der sogenannten Non‑Kissing Areas, in denen Küssen nicht üblich ist
5.000 Jahre
Geschätzter Beginn des Kussverhaltens laut kulturhistorischer Forschung
Weitere 2 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
über 100
Anzahl der Gesichts-, Hals‑ und Nackenmuskeln, die beim Küssen beteiligt sind
2019
Jahr, in dem Julia Effertz laut Beitrag ihre Ausbildung als Intimitätskoordinatorin abschloss
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchHector Harkötter: »Küssen – Eine berührende Kommunikationsart« (Buch, Kulturgeschichte des Kusses)
• BuchSigmund Freud: »Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie« (1905) — Erwähnung der Theorie zum Ursprung des Küssens
• Gustav Klimt: Gemälde »Der Kuss« — im Beitrag als ikonische Darstellung des Küssens in der Bildenden Kunst genannt
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
JJulia EffertzGAST
Intimitätskoordinatorin sowie ausgebildete Schauspielerin und Synchronsprecherin; seit 2019 als Intimitätskoordinatorin bei deutschen und internationalen Film‑ und Fernsehproduktionen tätig. Im Beitrag erklärt sie Arbeitsweise, Gefährdungsbeurteilungen und Verfahren zur Sicherstellung von Konsent und psychischer sowie körperlicher Sicherheit bei Kuss‑ und Sexszenen.
Alle Auftritte von Julia Effertz →BBeate DitzenGAST
Psychologin an der Universität Heidelberg mit Forschungsschwerpunkt Neurobiologie von Berührungen. Sie erläutert sensorische Grundlagen des Küssens, den Einsatz von über hundert Gesichtsmuskeln, die Ausschüttung von Dopamin und Oxytocin sowie Studien, die Oxytocin‑Anstiege bei positiven Körperkontakten messen.
Alle Auftritte von Beate Ditzen →HHector HarkötterGAST
Lehrt Kommunikationswissenschaft an der Hochschule Bonn‑Rhein‑Sieg und hat das Buch »Küssen – Eine berührende Kommunikationsart« verfasst. Im Beitrag betont er kulturelle, historische und kommunikative Dimensionen des Kusses und kritisiert rein biologistische Ursprungserklärungen.
Alle Auftritte von Hector Harkötter →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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