Küssen ist ein vielschichtiges Kommunikationsverhalten: es stärkt Bindung und setzt Neurochemie frei, birgt aber auch Infektions‑ und Grenzverletzungsrisiken und variiert stark kulturell.
Die Folge beleuchtet Küssen aus drei Perspektiven: Am Filmset zeigt die Intimitätskoordination, wie Kuss‑ und Sexszenen sicher und mit klarem Konsent organisiert werden. Neurobiologische Forschung erklärt die körperlichen Abläufe, den Austausch von Mikroben sowie die Rolle von Neurotransmittern und Oxytocin für Bindung und Wohlbefinden. Historische und kulturvergleichende Analysen zeigen, dass Küssen nur in einem Teil der Welt verbreitet ist und verschiedenste soziale Bedeutungen trägt – von Ritual bis politischer Geste.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
JJulia EffertzGAST
Intimitätskoordinatorin sowie ausgebildete Schauspielerin und Synchronsprecherin; seit 2019 als Intimitätskoordinatorin bei deutschen und internationalen Film‑ und Fernsehproduktionen tätig. Im Beitrag erklärt sie Arbeitsweise, Gefährdungsbeurteilungen und Verfahren zur Sicherstellung von Konsent und psychischer sowie körperlicher Sicherheit bei Kuss‑ und Sexszenen.
Alle Auftritte von Julia Effertz →BBeate DitzenGAST
Psychologin an der Universität Heidelberg mit Forschungsschwerpunkt Neurobiologie von Berührungen. Sie erläutert sensorische Grundlagen des Küssens, den Einsatz von über hundert Gesichtsmuskeln, die Ausschüttung von Dopamin und Oxytocin sowie Studien, die Oxytocin‑Anstiege bei positiven Körperkontakten messen.
Alle Auftritte von Beate Ditzen →HHector HarkötterGAST
Lehrt Kommunikationswissenschaft an der Hochschule Bonn‑Rhein‑Sieg und hat das Buch »Küssen – Eine berührende Kommunikationsart« verfasst. Im Beitrag betont er kulturelle, historische und kommunikative Dimensionen des Kusses und kritisiert rein biologistische Ursprungserklärungen.
Alle Auftritte von Hector Harkötter →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.