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Der Kuss – Warum es ihn gibt

14. August 2026 · 29 Min.

Küssen ist ein vielschichtiges Kommunikationsverhalten: es stärkt Bindung und setzt Neurochemie frei, birgt aber auch Infektions‑ und Grenzverletzungsrisiken und variiert stark kulturell.

Die Folge beleuchtet Küssen aus drei Perspektiven: Am Filmset zeigt die Intimitätskoordination, wie Kuss‑ und Sexszenen sicher und mit klarem Konsent organisiert werden. Neurobiologische Forschung erklärt die körperlichen Abläufe, den Austausch von Mikroben sowie die Rolle von Neurotransmittern und Oxytocin für Bindung und Wohlbefinden. Historische und kulturvergleichende Analysen zeigen, dass Küssen nur in einem Teil der Welt verbreitet ist und verschiedenste soziale Bedeutungen trägt – von Ritual bis politischer Geste.

Zahlen & Fakten

47 %

Anteil der Kulturen, in denen Küssen beobachtet wurde (interkultureller Vergleich)

53 %

Anteil der sogenannten Non‑Kissing Areas, in denen Küssen nicht üblich ist

5.000 Jahre

Geschätzter Beginn des Kussverhaltens laut kulturhistorischer Forschung

Weitere 2 Zahlen & Fakten anzeigen

über 100

Anzahl der Gesichts-, Hals‑ und Nackenmuskeln, die beim Küssen beteiligt sind

2019

Jahr, in dem Julia Effertz laut Beitrag ihre Ausbildung als Intimitätskoordinatorin abschloss

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Rubriken

Themen & Erkenntnisse

Küsse am Filmset: Sicherheit, Intimitätskoordination und Grenzen · ab 01:00
Neurobiologie und Gesundheit: Was im Körper beim Küssen passiert · ab 03:23
Kulturelle, historische und gesellschaftliche Bedeutungen des Kusses · ab 07:29

Quellen

BuchHector Harkötter: »Küssen – Eine berührende Kommunikationsart« (Buch, Kulturgeschichte des Kusses)

BuchSigmund Freud: »Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie« (1905) — Erwähnung der Theorie zum Ursprung des Küssens

Gustav Klimt: Gemälde »Der Kuss« — im Beitrag als ikonische Darstellung des Küssens in der Bildenden Kunst genannt

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

J
Julia EffertzGAST

Intimitätskoordinatorin sowie ausgebildete Schauspielerin und Synchronsprecherin; seit 2019 als Intimitätskoordinatorin bei deutschen und internationalen Film‑ und Fernsehproduktionen tätig. Im Beitrag erklärt sie Arbeitsweise, Gefährdungsbeurteilungen und Verfahren zur Sicherstellung von Konsent und psychischer sowie körperlicher Sicherheit bei Kuss‑ und Sexszenen.

Alle Auftritte von Julia Effertz
B
Beate DitzenGAST

Psychologin an der Universität Heidelberg mit Forschungsschwerpunkt Neurobiologie von Berührungen. Sie erläutert sensorische Grundlagen des Küssens, den Einsatz von über hundert Gesichtsmuskeln, die Ausschüttung von Dopamin und Oxytocin sowie Studien, die Oxytocin‑Anstiege bei positiven Körperkontakten messen.

Alle Auftritte von Beate Ditzen
H
Hector HarkötterGAST

Lehrt Kommunikationswissenschaft an der Hochschule Bonn‑Rhein‑Sieg und hat das Buch »Küssen – Eine berührende Kommunikationsart« verfasst. Im Beitrag betont er kulturelle, historische und kommunikative Dimensionen des Kusses und kritisiert rein biologistische Ursprungserklärungen.

Alle Auftritte von Hector Harkötter

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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