Deutschland wird als Studienland immer beliebter – vor allem bei internationalen Studierenden aus Indien und China – doch prekäre Arbeits- und Wohnverhältnisse sowie Diskriminierungserfahrungen im Alltag belasten den Traum vom erfolgreichen Studienabschluss.
Die Episode dokumentiert den Aufstieg Deutschlands zu einem führenden Studienort für internationale Kandidaten, insbesondere aus Indien und China. Die Gründe liegen in niedrigen Studiengebühren, englischsprachigen Programmen und guten Karriereperspektiven. Allerdings zeigt sich: Hinter der Erfolgsgeschichte verbergen sich massive praktische Herausforderungen – von chronischem Wohnraummangel über finanzielle Engpässe bis zu Diskriminierungserfahrungen im öffentlichen Raum. Besonders problematisch ist die Situation an privaten Hochschulen, deren aggressive internationale Werbung oft nicht der Realität entspricht. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig internationale Studierende für Deutschlands Wirtschaft und Wissenschaft sind.
Zahlen & Fakten
6 Prozent
Wachstum gegenüber dem Vorjahr
26 Prozent
Anstieg der Zahl internationaler Studierender in den letzten fünf Jahren
13 Prozent
Anteil internationaler Studierender an allen Studierenden in Deutschland
Weitere 17 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
15 Prozent
Anteil indischer Studierender an allen Internationals (50.000 Studierende aus Indien)
10 Prozent
Anteil chinesischer Studierender an allen Internationals
40 Prozent
Aktueller Anteil internationaler Studierender an der Uni Magdeburg (Anstieg von 3 Prozent 1993)
50 Prozent
Anstieg der Studienplätze in den letzten zehn Jahren
7 Prozent
Anstieg der Wohnheimplätze in den letzten zehn Jahren
15–20 Prozent
Provisionsgebühren, die private Vermittlungsagenturen in Indien von Studiengebühren erhalten (3.000–4.000 Euro pro Studierendem)
75 Prozent
Internationale Studierende, die sich auf dem Campus willkommen oder sehr willkommen fühlen
20 Prozent
Internationale Studierende, die Diskriminierungserfahrungen auf dem Campus gemacht haben
65 Prozent
Internationale Studierende, die Diskriminierungserfahrungen im Alltag außerhalb des Campus gemacht haben
15,5 Milliarden Euro
Zusätzlicher Beitrag eines Jahrgangs internationaler Studierender zu öffentlichen Finanzen gegenüber Staatsausgaben (Studie Institut der Deutschen Wirtschaft)
402.000
Internationale Studierende im Wintersemester 2024–25 in Deutschland
5.000 von 13.000
Internationale Studierende an der Uni Magdeburg (41-Prozent-Anteil)
2.000+
Indische Studierende an der Uni Magdeburg – bundesweit größte indische Uni-Community
190.000
Wohnheimplätze bundesweit
12.000 Euro
Jährliche Finanzierungsreserven, die internationale Studierende auf Sperrkonto nachweisen müssen
992 Euro
Maximaler monatlicher Abruf vom Sperrkonto (1.000 Euro durch 12 Monate)
130.000
Anzahl Studierender an der IU Internationale Hochschule (größte private Hochschule Deutschlands)
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieWissenschaft Weltoffen – Bericht des DAAD und Deutschen Zentrums für Hochschulforschung
• StudieBenchmark internationale Hochschule – Studie des DAAD
• ArtikelStudying in Germany – Magazin des Deutschen Studentenwerks, Januar 2018
Weitere 3 Quellen anzeigenWeniger anzeigen
• ArtikelTimes XP – Indisches Newsportal mit Berichten über Berliner International University
• StudieBINTO-Studie des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) – Befragung zu Diskriminierungserfahrungen internationaler Studierender
• StudieStudie des Instituts der Deutschen Wirtschaft – Berechnung der wirtschaftlichen Effekte internationaler Studierender in Deutschland
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