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Made in Germany – Exportweltmeister unter Druck

24. August 2026 · 29 Min.

Die deutsche Exportorientierung hat Wohlstand gebracht, schafft aber erhebliche ökonomische Abhängigkeiten und politische Risiken, sodass eine Reduktion der anhaltenden Handelsüberschüsse diskutiert werden muss.

Der Beitrag zeichnet nach, wie sich das Narrativ vom überlebenswichtigen Export historisch herausbildete und heute zu politischen und wirtschaftlichen Spannungen führt. Er verbindet aktuelle Kritik – unter anderem vom Internationalen Währungsfonds und dessen Direktorin Kristalina Georgieva – mit historischen Entscheidungen aus Kaiserreich und Nachkriegszeit. Fachleute und Unternehmer erläutern Mechanismen von Handelsüberschüssen, Kapitalflüssen und Technologietransfer; die Bundesregierung versucht mit einem Investitionspaket und Außenhandelsdiplomatie, Gegensteuer zu geben. Die Folge diskutiert, ob eine ausgeglichenere Handelsbilanz langfristig stabiler wäre.

Zahlen & Fakten

mehr als 200 Milliarden Euro

Jährliche deutschen Handelsbilanzüberschüsse, die international kritisiert werden.

1,7 Millionen

Anzahl der Menschen, die zwischen 1880 und 1893 Deutschland verließen.

3,75 Millionen US-Dollar

Wert der auf der Hannover‑Messe abgeschlossenen Geschäfte, historisch genannt.

Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigen

736.000

Besucherzahl der ersten erwähnten Hannover‑Messe.

1.300

Anzahl der Aussteller auf der genannten Hannover‑Messe.

1952

Jahr, ab dem die Bundesrepublik regelmäßig Handelsbilanzüberschüsse auswies.

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Rubriken

Themen & Erkenntnisse

Aktuelle Kritik an deutschen Handelsüberschüssen und Risiken · ab 01:15
Historische Entstehung des Exportnarrativs · ab 03:46
Gegenwärtige Herausforderungen und Politikoptionen · ab 20:41

Quellen

BuchJan Ottmar Hesse: »Exportweltmeister – Geschichte einer deutschen Obsession« (Buch)

BuchErnest Edwin Williams: »Made in Germany« (Buch, 1896)

RedeRede von Kristalina Georgieva beim IWF‑Jahrestreffen (Kritik an deutschen Handelsüberschüssen, Oktober 2025, im Beitrag wiedergegeben)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

J
Jan Ottmar HesseGAST

Sozial‑ und Wirtschaftshistoriker an der Universität Bayreuth. Im Beitrag erläutert er die historische Entstehung des deutschen Exportnarrativs und verweist in seinem Buch »Exportweltmeister – Geschichte einer deutschen Obsession« auf Entwicklungen vom Kaiserreich über die Nachkriegszeit bis zur Bundesrepublik.

Alle Auftritte von Jan Ottmar Hesse
F
Fabian HungerlandGAST

Wirtschaftshistoriker am Institut für Wirtschaftsgeschichte der Humboldt‑Universität zu Berlin; promovierte zur Wirtschaftsgeschichte des Deutschen Kaiserreichs. Im Beitrag analysiert er Wechselkurs‑, Bildungs‑ und Industriepolitiken, die die Exportstärke Deutschlands begünstigt haben.

Alle Auftritte von Fabian Hungerland
P
Philipp HartingGAST

Unternehmer und Vorstandsvorsitzender der Harting Group; begann seine Karriere 2005 in der chinesischen Niederlassung. Er schildert, wie deutsche Firmen in China expandierten, Produktion verlagerten und damit Technologietransfer förderten.

Alle Auftritte von Philipp Harting
H
Heribert DieterGAST

Ökonom bei der Stiftung Wissenschaft und Politik. Im Beitrag erklärt er die Zusammenhänge zwischen Warenexporten und begleitenden Kapitalflüssen, warnt vor Verschuldungsrisiken in Importländern und plädiert für Maßnahmen zur Reduktion langanhaltender Überschüsse.

Alle Auftritte von Heribert Dieter

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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