3D-Bioprinting hat bereits praxisnahe Teilerfolge (Haut, Gefäße, Herzklappen, Nervenbahnen, In-vitro‑Modelle) erzielt, liefert aber noch keine sofort transplantierbaren, kompletten Organe; technische, regulatorische und ethische Hürden bleiben bestehen.
In dem Interview erläutert Ute Schepers vom Karlsruher Institut für Technologie den aktuellen Stand des Bioprintings: Kleine Gewebestücke, Haut, Blutgefäße, Herzklappen‑Prototypen und Nervenbahnen lassen sich inzwischen drucken; vollständige Organe wie Niere oder Leber sind jedoch noch weit entfernt. Schepers erklärt die verwendeten Biotinten, lichtbasierte Druckverfahren und patientennahe Stammzellquellen und beschreibt Anwendungen für kindliche Herzklappen, Hornhaut‑Reparatur und personalisierte Wirkstofftests. Sie betont zugleich technische Grenzen (Vaskularisierung, komplexe Geometrien), regulatorische Prüfungen und ethische Fragen beim Druck von Nervenzellen.
Zahlen & Fakten
120 Sekunden
Von Ute Schepers genannte Druckzeit für eine Herzklappe mit lichtbasiertem Bioprinting.
2014
Jahr, in dem Schepers die ersten Gelatine-/Wackelpudding‑Versuche mit umgebautem Tintenstrahldrucker beschreibt.
2018
Jahr, in dem Schepers und Partner von der Universität Stanford Nervenbahnen druckten und Mäusen einsetzten.
Weitere 2 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
2–3 Jahre
Intervall, nach dem Kleinkinder derzeit oft eine neue Herzklappe benötigen (bei implantierten Schweine‑Herzklappen laut Erläuterung).
10.000
Beispielhafte Größenordnung in der Wirkstoffforschung: Aus etwa 10.000 Wirkstoffkandidaten kommt typischerweise ein Marktwirkstoff (Diskussion im Gespräch über Testverfahren).
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
JJulia NestlundHOST
Moderatorin und Interviewerin dieser Folge; führt das Gespräch mit Ilona Kreu zur Rolle des Geruchssinns im Alltag und in sozialen Beziehungen.
Alle Auftritte von Julia Nestlund →UUte SchepersGAST
Professorin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), leitet die Gruppe Chemische Biologie am Institut für Funktionelle Grenzflächen. Sie forscht an Biotinten, lichtbasierten Druckverfahren und der Herstellung patientennahe Gewebemodelle (Herzklappen, Hornhaut, Nervenbahnen) sowie an In‑vitro‑Systemen zur Wirkstoffprüfung und Tierversuchsreduktion.
Alle Auftritte von Ute Schepers →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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