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Organe aus dem 3D-Drucker – Wie weit ist die Medizin?

6. September 2026 · 30 Min.

3D-Bioprinting hat bereits praxisnahe Teilerfolge (Haut, Gefäße, Herzklappen, Nervenbahnen, In-vitro‑Modelle) erzielt, liefert aber noch keine sofort transplantierbaren, kompletten Organe; technische, regulatorische und ethische Hürden bleiben bestehen.

In dem Interview erläutert Ute Schepers vom Karlsruher Institut für Technologie den aktuellen Stand des Bioprintings: Kleine Gewebestücke, Haut, Blutgefäße, Herzklappen‑Prototypen und Nervenbahnen lassen sich inzwischen drucken; vollständige Organe wie Niere oder Leber sind jedoch noch weit entfernt. Schepers erklärt die verwendeten Biotinten, lichtbasierte Druckverfahren und patientennahe Stammzellquellen und beschreibt Anwendungen für kindliche Herzklappen, Hornhaut‑Reparatur und personalisierte Wirkstofftests. Sie betont zugleich technische Grenzen (Vaskularisierung, komplexe Geometrien), regulatorische Prüfungen und ethische Fragen beim Druck von Nervenzellen.

Zahlen & Fakten

120 Sekunden

Von Ute Schepers genannte Druckzeit für eine Herzklappe mit lichtbasiertem Bioprinting.

2014

Jahr, in dem Schepers die ersten Gelatine-/Wackelpudding‑Versuche mit umgebautem Tintenstrahldrucker beschreibt.

2018

Jahr, in dem Schepers und Partner von der Universität Stanford Nervenbahnen druckten und Mäusen einsetzten.

Weitere 2 Zahlen & Fakten anzeigen

2–3 Jahre

Intervall, nach dem Kleinkinder derzeit oft eine neue Herzklappe benötigen (bei implantierten Schweine‑Herzklappen laut Erläuterung).

10.000

Beispielhafte Größenordnung in der Wirkstoffforschung: Aus etwa 10.000 Wirkstoffkandidaten kommt typischerweise ein Marktwirkstoff (Diskussion im Gespräch über Testverfahren).

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Stand der Forschung und frühe Erfolge · ab 00:33
Methoden, Material und konkrete Anwendungen · ab 03:18
Herausforderungen, Regulierung und ethische Fragen · ab 08:01

Wer spricht

J
Julia NestlundHOST

Moderatorin und Interviewerin dieser Folge; führt das Gespräch mit Ilona Kreu zur Rolle des Geruchssinns im Alltag und in sozialen Beziehungen.

Alle Auftritte von Julia Nestlund
U
Ute SchepersGAST

Professorin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), leitet die Gruppe Chemische Biologie am Institut für Funktionelle Grenzflächen. Sie forscht an Biotinten, lichtbasierten Druckverfahren und der Herstellung patientennahe Gewebemodelle (Herzklappen, Hornhaut, Nervenbahnen) sowie an In‑vitro‑Systemen zur Wirkstoffprüfung und Tierversuchsreduktion.

Alle Auftritte von Ute Schepers

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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