WDR 5 Neugier genügt
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Kathrin Fischer – Die zwei Seiten der Achtsamkeit

3. Juni 2026 · 25 Min.

Achtsamkeit kann kurzfristig individuell helfen, darf aber nicht zur neoliberalen Ideologie werden, die Verantwortung ins Individuum verlagert und politische Ursachen von Stress überdeckt, warnt Katrin Fischer.

Katrin Fischer schildert aus persönlicher Erfahrung und Analyse, wie Achtsamkeit von alten Praxisformen zur milliardenschweren Industrie wurde und heute oft als Allheilmittel gegen Stress verkauft wird. Sie kritisiert, dass dadurch strukturelle Probleme wie Prekarisierung, Wohnungsnot und der Abbau sozialer Sicherungen entpolitisiert werden. Gleichzeitig räumt sie ein, dass Praktiken wie Qigong und Yoga im Alltag regulierend wirken, diese jedoch keine politischen Reformen ersetzen können.

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Einstieg: persönliche Erfahrung und Wut gegenüber kommerzieller Achtsamkeit · ab 00:43
Analyse: Achtsamkeit im neoliberalen Kontext · ab 06:30
Praxis und Grenzen: individueller Nutzen versus politische Notwendigkeit · ab 10:18

Wer spricht

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Katrin FischerGAST

Autorin und Podcasterin, Autorin des Buches 'Achtsam geht die Welt zugrunde' (Hansa Blau) und Produzentin des Podcasts 'Erschöpfung statt Gelassenheit'. Sie praktiziert seit rund zwölf Jahren Qigong und verbindet persönliche Erfahrungen mit politischer Kritik an der Kommerzialisierung und Ideologisierung von Achtsamkeit, insbesondere im Kontext neoliberaler Deregulierung, Wohnungsmarktentwicklung und Care-Lasten für Frauen.

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