Skandal und Startschuss: "Nicht der Homosexuelle ist pervers ..."
3. Juli 2026 · 15 Min.
Rosa von Braunheims Film „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ löste 1971/72 einen Medienskandal aus und wurde zum Startschuss für die Schwulen‑ und Lesbenbewegung.
Jana Scholten erzählt, wie Rosa von Braunheims Film 1971 auf der Berlinale für Aufsehen sorgte: formal als Stummfilm gedreht, mit einem radikalen Kommentar, der die gesellschaftliche Lage von Homosexuellen kritisierte. Die anschließende Diskussion um Ausstrahlung und Zensur (WDR/ARD) machte den Film bundesweit bekannt. Dadurch outeten sich viele Betroffene und gründeten Aktionsgruppen; der Film wirkte als Katalysator für die sich formierende Bewegung.
Zahlen & Fakten
1969
Entschärfung des §175: einvernehmlicher Sex zwischen Männern über 21 nicht mehr strafbar
2-mal
Zwischen 1949 und 1969 wurden doppelt so viele Schwule verurteilt wie während der NS-Zeit (Vergleichsangabe im Beitrag)
28
Alter von Rosa von Braunheim bei Entstehen des Films (als »der erst 28‑jährige« bezeichnet)
Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
58 Jahre
Dauer von Rosa von Braunheims filmischer Tätigkeit
>150
Anzahl der Filme in Braunheims Werk (»mehr als 150 Filmen«)
83 Jahre
Im Beitrag genannte Lebensalter Rosa von Braunheims zum Todeszeitpunkt
Rubriken
Organisationen
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
JJana ScholtenHOST
Autorin des Beitrags, die die Recherche und Erzählung des WDR Zeitzeichen-Stücks liefert und den historischen Ablauf sowie die Stimmen der Beteiligten zusammenführt.
Alle Auftritte von Jana Scholten →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
Ähnliche Folgen
Radiowissen – BR · 1. Juli 2026
Eine ungewollte Heldin - Hedwig Porschütz
Die Folge zeigt, wie eine mutige Berliner Helferin im Nationalsozialismus Menschenleben rettete, aber nach dem Krieg Verachtung statt Anerkennung erfuhr.
Deutschlandfunk aktuell · 5. Juli 2026
CSD Köln - Über 1 Million Menschen feiern und demonstrieren für Vielfalt
Barbara Barth betont, dass der Cologne Pride friedlich verlief und als großes, politisches Zeichen für die Rechte queerer Menschen wirkte.