Wissen aktuell – SWR2 Impuls
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25 Jahre nach 9/11: Wie verändert ein Trauma das Gedächtnis?

11. September 2026 · 6 Min.

Alexander Jatzko erklärt, dass traumatische Ereignisse durch Überaktivierung der Amygdala fragmentierte, stark verankerte Erinnerungen erzeugen, die sich durch gezielte Therapie (Exposition, EMDR) wieder in das Großhirn einsortieren lassen.

Der Trauma-Experte Alexander Jatzko erläutert, warum Katastrophen wie der 11. September oder die Flugschau-Katastrophe von Ramstein sich tief ins Gedächtnis einbrennen: Kurzschlussartige Übererregung der Amygdala stört die Kommunikation mit dem Großhirn, Erinnerungen werden fragmentiert und Gefühle können abgestumpft sein. Jatzko beschreibt neurobiologische Mechanismen und nennt therapeutische Verfahren wie kognitive Verhaltenstherapie (Exposition) und EMDR, die helfen können, Erinnerungen neu zu verknüpfen.

Themen & Erkenntnisse

Erinnerung an 9/11 und das Eingebranntsein von Katastrophen · ab 00:00
Persönlicher Bezug: Alexander Jatzko und die Ramstein-Katastrophe · ab 01:30
Neurobiologie von Trauma: Amygdala, Kurzschluss und fragmentierte Erinnerungen · ab 03:15
Veränderungen der Gefühlswelt bei Traumatisierten · ab 04:25
Therapeutische Konsequenzen: Großhirn aktivieren, Exposition und EMDR · ab 05:30

Wer spricht

N
Nina KunzeHOST

Nina Kunze ist Redakteurin in der SWR-Wissenschaftsredaktion und leitet in dieser Folge den Beitrag über die neurobiologischen Hintergründe von Trauma.

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A
Alexander JatzkoGAST

Alexander Jatzko ist Trauma-Experte und leitet eine Klinik für psychosomatische Medizin im bayerischen Oberstdorf. Er beschreibt seine eigenen Erfahrungen mit den Bildern der Ramstein-Katastrophe und erläutert neurobiologische Mechanismen sowie therapeutische Ansätze.

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