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#1030 - KI und der Rohstoffhunger

23. Juli 2026 · 19 Min.

KI-Rechenzentren werden zum globalen Rohstoffhunger führen, der den Metallbedarf um das Drei- bis Vierfache übersteigt und an der Börse derzeit völlig unterschätzt wird.

Matthias Krapp behandelt die massive und oft übersehene Rohstoffnachfrage des KI-Booms. Der Fokus liegt nicht auf Chips und Software, sondern auf die physische Infrastruktur: Rechenzentren benötigen enorm viel Kupfer, Aluminium, seltene Erden und andere kritische Metalle für Leitungen, Kühlsysteme und Stromversorgung. Mit Daten von Wood McKenzie und der US Geological Survey zeigt die Folge, dass sich die Stromnachfrage von Rechenzentren 2014–2024 verdreifacht hat und bis 2028 12% des US-Stromverbrauchs ausmachen könnte. Diese Abhängigkeit, besonders der USA von Importen kritischer Rohstoffe, schafft neue geopolitische Spannungen und Investitionschancen im Rohstoffsektor.

Zahlen & Fakten

0,4%

Anteil von Rohstoffaktien an der gesamten Börsenmarktkapitalisierung

55%

Anteil des internen Aluminiumverbrauchs in Rechenzentren für Kühlsysteme

25%

Anteil des Aluminiumverbrauchs in Rechenzentren für Serverschränke

Weitere 24 Zahlen & Fakten anzeigen

8–10%

Erwartetes jährliches Nachfragewachstum für Kupfer und Aluminium pro Jahr

0,6 bis 0,9 Millionen Tonnen

Geschätzter Aluminiumverbrauch innerhalb von Rechenzentren pro Jahr

12%

Erwarteter Anteil von Rechenzentren am gesamten USA-Stromverbrauch bis 2028

100%

US-Importabhängigkeit bei Tantal, Arsen, Flussspat, Gallium, Germanium und Indium

85%

US-Importabhängigkeit bei Platin

80%

US-Importabhängigkeit bei seltenen Erden

73%

US-Importabhängigkeit bei Zinn

64%

US-Importabhängigkeit bei Silber

47%

US-Importabhängigkeit bei Aluminium

45%

US-Importabhängigkeit bei Kupfer

2,7%

Anteil der Goldbestände bei privaten Investoren

99%

Anteil der Gallium-Produktion in China

77%

Anteil der Grafit-Produktion in China

70%

Anteil der Titan-Produktion in China

69%

Anteil der seltenen-Erden-Produktion in China

42%

US-Anteil an Helium- und seltenen Gasen

21%

US-Anteil an Ölreserven

10%

Russlands Anteil an Ölreserven

10,9%

Saudi-Arabiens Anteil an Ölreserven

1 bis 5 Prozentpunkte

Mögliche Erhöhung der Gesamtrendite durch Beimischung von 2–5% Rohstoffen

15 bis 20 Gigawatt

Aktuelle jährliche Stromkapazitätszubauten durch Rechenzentren

30 bis 33 Gigawatt

Erwartete zukünftige jährliche Stromkapazitätszubauten durch Rechenzentren

3 bis 4 mal

Multiplizierung des Metallverbrauchs wenn Strom, Infrastruktur, Umspannwerke und Netzstärkung berücksichtigt werden

2014 bis 2024

Zeitraum in dem sich die Stromnachfrage von Rechenzentren verdreifacht hat

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Der unsichtbare Rohstoffhunger hinter der KI-Revolution · ab 02:29: KI ist nicht nur Software, sondern braucht physische Infrastruktur. Rechenzentren benötigen massive Mengen Kupfer, Aluminium, seltene Erden und weitere strategische Rohstoffe für Leitungen, Kühlung und Stromversorgung.
Stromhunger und die kritische Abhängigkeit von Rohstoffimporten · ab 09:01: Die US-Stromnachfrage durch Rechenzentren verdreifachte sich 2014–2024 und könnte 2028 12% des Gesamtverbrauchs erreichen. Die USA sind bei vielen Rohstoffen zu 100% importabhängig, was geopolitische Spannungen verschärft.
Investitionschance und strategische Rohstoffbeimischung · ab 01:00: Da Rohstoffaktien nur 0,4% der Börsenmarktkapitalisierung ausmachen, bietet sich eine kleine strategische Beimischung an – ähnlich einer Core-Satellite-Strategie – um von diesem Trend zu profitieren.

Quellen

StudieWood McKenzie Analyse zum Metallverbrauch von KI-Rechenzentren

StudieUnited States Geological Survey (USGS) Bericht zur Stromnachfrage und Rohstoffabhängigkeit der USA

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

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Matthias KrappHOST

Gründer und Geschäftsführer der Abatus Beratung, Finanzberater und Honorarberater mit Schwerpunkt auf individuelle Anlagestrategie, Geldanlage und Finanzplanung. Moderator des Podcasts "Wissen schafft Geld", Autor des Buchs "Keine Angst vor Geld" und Verfechter eines regelbasierten, wissenschaftlichen Ansatzes zur Vermögensaufbau jenseits von Einheitslösungen wie reinen ETF-Strategien.

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KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.