Eine 8.000 Jahre alte Fundstelle in Südserbien liefert starke archäologische Hinweise, dass sesshafte Bauern über eine erste Balkanroute aus Südwestasien nach Europa gelangten und dort Ackerbau, Viehzucht und Hausbau als Paket einführten.
Die Reportage dokumentiert die Ausgrabungen in Svinjarička-Tšuka: Gut erhaltene, verbrannte Häuser, Vorratsgefäße, Werkzeuge und Pflanzenreste datieren die Siedlung auf rund 8.000 Jahre. Archäologische Befunde, Austauschmaterialien wie Balkanfeuerstein und Pfostenbauweise deuten auf direkte Verbindungen zum fruchtbaren Halbmond und eine Migration entlang des Varda‑Morava‑Korridors. Die DNA‑Analysen stehen noch aus, könnten die Migrationshypothese bestätigen.
Zahlen & Fakten
8.000 Jahre (um 6000 v. Chr.)
Radiokarbon‑Datierungen datieren die Siedlung Svinjarička-Tšuka auf etwa 8.000 Jahre, also circa 6000 v. Chr.
50–100
Schätzung des Grabungsteams zur Anzahl der Bewohner der Siedlung Svinjarička-Tšuka.
100 Liter
Kapazität der in den Häusern gefundenen tonnenförmigen Vorratsgefäße (Näheangabe: 'hundert Liter').
Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
300
Anzahl gleichförmig herstellbarer Steinwerkzeuge (Klingen), wie sie archäologisch beobachtet werden.
400 km
Entfernung von Svinjarička-Tšuka zu Herkunftsregionen des identifizierten Balkanfeuersteins in Richtung heutiges Bulgarien.
12.000 Jahre
Zeitlicher Bezug: Die sesshafte Lebensweise entstand nach gängiger Forschung vor rund 12.000 Jahren im fruchtbaren Halbmond (Südwestasien).
Rubriken
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