Kathrin Altwegg: «Wir verstehen erst fünf Prozent des Universum
7. Juli 2026 · 22 Min.
Kathrin Altweg: Wir verstehen erst etwa 5% des Universums; neue Teleskope und künstliche Intelligenz werden entscheidend sein, um mehr über dunkle Materie und dunkle Energie zu erfahren.
In diesem Gespräch mit Simone Hulliger erklärt die Weltraumphysikerin Kathrin Altweg die wichtigsten Meilensteine der Weltraumforschung der letzten 25 Jahre – von Rosetta über Mars-Rover bis zum James-Webb-Teleskop. Sie erläutert, welche neuen Beobachtungen das James-Webb-Teleskop ermöglicht hat (sehr frühe Galaxien, chemische Elemente) und spricht die ungelösten Fragen an, etwa die Diskrepanz in der Hubble-Konstante. Altweg betont zudem die wachsende Rolle von KI bei der Auswertung großer Datenmengen und die Bedeutung schweizerischer Forschungseinrichtungen wie der Universität Bern.
Zahlen & Fakten
5%
Anteil der Materie im Universum, die wir als bekannte Materie verstehen
25%
Ungefähre Aufteilung: Anteil dunkler Materie am Universum
300 Millionen Jahre
Zeit nach dem Urknall, zu der James Webb Galaxien beobachtet hat
Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
70%
Ungefähre Aufteilung: Anteil dunkler Energie am Universum
380'000 Jahren
Zeit nach dem Urknall, nach der das erste Licht (Hintergrundstrahlung) entweichen konnte
1 zu 1 Million
Statistische Aussage zur Signifikanz der Differenz zwischen zwei Messungen der Hubble-Konstante
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
KKathrin AltwegGAST
Weltraumphysikerin und ehemalige Professorin an der Universität Bern, leitete das Massenspektrometer Rosina an der ESA‑Mission Rosetta. Trotz Pensionierung wertet sie weiterhin die von Rosina gelieferten Messdaten aus, arbeitet regelmässig mit jüngeren Forschenden und Chemikerinnen zusammen und hat maßgeblich zur Entdeckung präbiotischer Moleküle auf dem Kometen Churyumov‑Gerasimenko beigetragen.
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