Zukunft? – Der Podcast von SRF
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Kathrin Altwegg: «Der Urknall war ein Tag ohne gestern»

10. Juli 2026 · 15 Min.

Kathrin Altweg erklärt, dass die Naturwissenschaft das "Wie" des Urknalls untersuchen kann, das "Warum" aber außerhalb ihrer Messmethoden bleibt.

Im Gespräch mit Simone Hulliger beschreibt die Astrophysikerin Kathrin Altweg, wie aus dem Urknall zuerst Wasserstoff entstand und durch stellare Prozesse schwere Elemente gebildet wurden, die sich später in Kometen wiederfinden. Sie erklärt, wie Messgrössen wie die kosmische Hintergrundstrahlung und Beobachtungen mit dem James‑Webb‑Teleskop uns näher an den Anfang bringen, betont aber zugleich die Grenzen naturwissenschaftlicher Erklärungen gegenüber theologischen Fragen. Zudem diskutiert sie mögliche Endszenarien des Universums wie Kältetod oder Big Crunch.

Zahlen & Fakten

300 Millionen Jahre

Zeit nach dem Urknall, in der das James‑Webb‑Teleskop bereits Galaxien beobachtet hat.

5 Milliarden

Ungefährer Zeithorizont, in dem unsere Sonne ihr Wasserstoffvorrat aufgebraucht haben und sich zum Roten Riesen entwickelt.

33 Milliarden Jahre

Von einigen Theoretikern genannte mögliche Gesamtdauer des Universums in einem Szenario mit späterem Zusammenziehen.

Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigen

14 Milliarden

Aktuell ungefähr angegebenes Alter des beobachtbaren Universums.

380'000 Jahre

Zeit nach dem Urknall, in der das erste Licht (kosmische Hintergrundstrahlung) entweichen konnte.

1'100 Lichtjahre

Im Gespräch genannte Entfernung zum nächstgelegenen erwähnten Schwarzen Loch.

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Ursprung der Materie und Verbindung zu Kometen · ab 00:53
Wie nah kommt die Forschung an den Urknall? · ab 02:59
Mögliche Enden des Universums und langfristige Perspektiven · ab 08:46

Wer spricht

K
Kathrin AltwegGAST

Weltraumphysikerin und ehemalige Professorin an der Universität Bern, leitete das Massenspektrometer Rosina an der ESA‑Mission Rosetta. Trotz Pensionierung wertet sie weiterhin die von Rosina gelieferten Messdaten aus, arbeitet regelmässig mit jüngeren Forschenden und Chemikerinnen zusammen und hat maßgeblich zur Entdeckung präbiotischer Moleküle auf dem Kometen Churyumov‑Gerasimenko beigetragen.

Alle Auftritte von Kathrin Altweg

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