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Sternengeschichten Folge 711: Das CLOUD-Experiment

10. Juli 2026 · 13 Min.

Das CLOUD-Experiment am CERN hat wissenschaftlich nachgewiesen, dass die galaktische kosmische Strahlung nur einen vernachlässigbar kleinen Einfluss auf die Wolkenbildung und damit auf das Erdklima hat – die Svensmark-Hypothese ist widerlegt.

Die Folge behandelt die Rolle der kosmischen Strahlung bei der Wolkenbildung und ihre möglichen Auswirkungen auf das Erdklima. Im Fokus steht die Svensmark-Hypothese von 1997, die behauptete, dass Sonnenaktivität und galaktische kosmische Strahlung das Erdklima stärker beeinflussen als menschengemachte Treibhausgase. Um diese Hypothese zu testen, entwickelte Physiker Jasper Kirkby das CLOUD-Experiment am CERN, das kosmische Strahlung künstlich simuliert und ihre Effekte unter kontrollierten Bedingungen untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass der tatsächliche Einfluss kosmischer Strahlung auf Wolkenbildung minimal ist.

Zahlen & Fakten

0,1 %

Veränderung der Wolkenkondensationskerme durch kosmische Strahlung über einen Sonnenzyklus

11 Jahre

Rhythmus der Sonnenaktivität und ihrer periodischen Schwankungen

100- bis 1000-fache

Erhöhung der Nukleationsrate von Schwefelsäure durch Ammoniak

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Kosmische Strahlung und ihre Entdeckung · ab 01:13: Viktor Franz Hess entdeckte 1912 die kosmische Strahlung durch Ballonexperimente. Sie besteht aus hochenergetischen Teilchen wie Protonen und Alpha-Teilchen, die von Sternen und Supernovae stammen und die Ionisation von Luftmolekülen bewirken können.
Die Svensmark-Hypothese und ihre Plausibilität · ab 05:36: 1997 behaupteten die Physiker Svensmark und Eigilfries Christensen, dass Sonnenaktivität und galaktische kosmische Strahlung das Erdklima stärker beeinflussen als menschengemachte Treibhausgase. Die Hypothese schien anfangs plausibel, provozierte aber auch Skepsis.
Das CLOUD-Experiment und seine Erkenntnisse · ab 07:17: Der Physiker Jasper Kirkby entwickelte 1998 das CLOUD-Experiment am CERN, das künstliche kosmische Strahlung in einer kontrollierten Atmosphäre untersucht. Die Messungen ab 2006 zeigten, dass kosmische Strahlung nur zu einer Veränderung von etwa 0,1 % der Wolkenkondensationskerme führt – zu gering, um das Klima zu beeinflussen.
Wissenschaftlicher Erfolg und Fazit · ab 12:10: Trotz der falschen Hypothese war der Forschungsprozess ein großer wissenschaftlicher Erfolg. CLOUD deckte die zentrale Rolle von Spurengasen auf und widerlegte definitiv, dass Sonnenaktivität den Klimawandel dominiert – heute gibt es keinen wissenschaftlich seriösen Zweifel an menschengemachten Treibhausgasen.

Quellen

PodcastSternengeschichten Folge 317

PodcastSternengeschichten Folge 368

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

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