»Im Zweifelsfall rettet mich der Staat – das ist halt nicht so«
1. September 2026 · 54 Min.
Das staatliche Versprechen, uns vor allen Katastrophen zu schützen, ist brüchig; effektiver Schutz braucht stärkere zivile Vorsorge, kommunale Selbstorganisation und Unterstützung für Ehrenamt.
In dieser Folge sprechen Stefan Schmitt und Petra Pinzler mit Ursula Schröder über die Grenzen staatlicher Krisenvorsorge in einer zunehmend vernetzten Polykrise. Schröder erläutert, wie Krieg, Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Demokratierückgang Staat und Gesellschaft vor neue Herausforderungen stellen und warum allein militärische Aufrüstung nicht ausreicht. Sie fordert eine stärkere Konzentration auf zivilen Katastrophenschutz, Übung von Abläufen und die Einbindung von Ehrenamt und Nachbarschaftsnetzwerken. Abschließend diskutieren die Gastgeberinnen und der Gast praktische Schritte für solidarische, lokale Vorbereitung und mögliche Debatten über Pflicht- oder freiwillige Dienste.
Zahlen & Fakten
1,7 Millionen
Anzahl der in Deutschland ehrenamtlich im Katastrophenschutz und bei Organisationen wie dem Roten Kreuz Tätigen.
5 %
Diskutiertes Ziel, 5 % des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben (Debatten um NATO-Beiträge und nationale Rüstungsausgaben).
2014
Jahr, in dem Russland erstmals großflächig militärisch in die Ukraine eingriff und das internationale Sicherheitsumfeld nachhaltig veränderte.
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchSchutz in Krisenzeiten, Ursula Schröder (Piper, 2026)
• StudieCheckliste zur Vorsorge für Krisen und Katastrophen, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) (PDF)
• PodcastPodcast-Episode mit Frank Sauer über die neue geopolitische Lage und die Klimakrise als sicherheitspolitischer Faktor (März 2025)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
PPetra PinzlerHOST
Petra Pinzler ist Politikredakteurin der ZEIT. In der Folge erklärt sie, warum die Klimakrise in der großen Politik oft nicht zur Chefsache gemacht wird, schildert die persönliche Betroffenheit vieler Menschen und verweist auf lokale Initiativen als unmittelbare Handlungsoptionen.
Alle Auftritte von Petra Pinzler →UUrsula SchröderGAST
Ursula Schröder ist Politikwissenschaftlerin und Direktorin des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) an der Universität Hamburg. Sie forscht zu Friedens-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik, zu Partizipation in sicherheitspolitischen Fragen und ist Autorin des Buches "Schutz in Krisenzeiten" (Piper, 2026).
Alle Auftritte von Ursula Schröder →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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