Auf den Punkt – Süddeutsche Zeitung
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Neue EU-Asylregeln: Europa schottet sich weiter ab

2. Juni 2026 · 11 Min.

Die EU hat einen Rechtsrahmen beschlossen, der Mitgliedstaaten die Möglichkeit gibt, Abschiebezentren in Drittstaaten einzurichten und abgelehnte Asylbewerber deutlich stärker zu sanktionieren.

In der Folge wird erklärt, dass Unterhändler des EU-Parlaments und der Mitgliedstaaten neue Regeln vereinbart haben, die Abschiebezentren außerhalb der EU und verschärfte Mitwirkungspflichten ermöglichen. Brüssel-Korrespondent Josef Kellenberger erläutert, dass die konkrete Umsetzung von den Mitgliedstaaten abhängt und Partnerstaaten (als Beispiel Uganda) gesucht werden. Kritiker sehen in den Maßnahmen eine menschenrechtsfeindliche Verschärfung, Befürworter sprechen von notwendiger Rückgewinnung von Kontrolle nach 2015. Rechtliche Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof sind wahrscheinlich.

Zahlen & Fakten

30%

Rückgang der Asylanträge im Mai im Vergleich zum Vorjahr (laut BILD-Bericht)

75%

Rückgang der Asylanträge im Mai im Vergleich zu vor drei Jahren (laut BILD-Bericht)

25%

Etwa der Anteil abgelehnter Asylbewerber, die aktuell tatsächlich abgeschoben werden

Weitere 4 Zahlen & Fakten anzeigen

1.446 €

Netto-Monatsbetrag, unterhalb dessen eine Person in Deutschland laut Paritätischem Wohlfahrtsverband als arm gilt

5.500

Ungefährer Zahl der Asylanträge in Deutschland im Mai (laut Bericht der BILD)

2,5 Jahre

Maximale Dauer von Abschiebehaft, die in den neuen Regeln vorgesehen ist

1 von 6

Anteil der Menschen in Deutschland, die laut Paritätischem Wohlfahrtsverband als arm gelten (jede sechste Person)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Beschlossene Regeln und zentrale Maßnahmen · ab 00:00
Umsetzbarkeit: Drittstaaten, Verträge und praktische Fragen · ab 02:05
Politische Debatte, Kritik und rechtliche Risiken · ab 07:55

Quellen

ArtikelBild (Bericht über Rückgang der Asylanträge in Deutschland im Mai, beruft sich auf Zahlen des Innenministeriums)

ArtikelSüddeutsche Zeitung gemeinsam mit NDR und WDR (exklusive Recherche zum mutmaßlichen Netzwerk um Jeffrey Epstein)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

L
Lars LangenauHOST

Moderator und Gesprächsleiter der Folge; eröffnet und moderiert das Interview, stellt die Fragen an den Spanien-Korrespondenten und führt durch die Einordnung der Berichte.

Alle Auftritte von Lars Langenau
J
Josef KellenbergerGAST

Brüssel-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung; erläutert den Verhandlungsstand zu den neuen EU-Asylregeln, die Möglichkeit von Abschiebezentren in Drittstaaten, praktische Hindernisse bei der Umsetzung sowie politische Mehrheiten und rechtliche Risiken im Europaparlament.

Alle Auftritte von Josef Kellenberger

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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