Die EU hat sich auf eine Rückführungsverordnung geeinigt, die Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern in Rückkehrzentren in Drittstaaten wie Ruanda oder Usbekistan ermöglichen soll – ein umstrittenes Modell, das bereits in Großbritannien gescheitert ist.
Die Folge behandelt drei aktuelle europapolitische Themen: Erstens beschreibt ZEIT-Korrespondent Ulrich Ladurner die neue EU-Asylpolitik mit Rückführungsverordnung und dem sogenannten Ruanda-Modell. Zweitens berichtet Alexander Kauschanski über den Antrittsbesuch des neuen ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar in Berlin und seine bisherigen Reformbemühungen. Drittens werden kurz die Eintrittsgeldpläne für den Kölner Dom und eine humorvolle Anmerkung zu lateinischen Neologismen im Vatikan erwähnt.
Zahlen & Fakten
16 Milliarden Euro
Umfang der von der EU freigegebenen eingefrorenen Fördermittel für Ungarn aufgrund von Reformfortschritten
24 Tage
Dauer von Péter Magyars Amtszeit als ungarischer Ministerpräsident bis zu seinem Antrittsbesuch in Berlin
44.000 Euro
Tägliche Betriebskosten des Kölner Doms
Weitere 4 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
12 Euro
Neuer Eintrittspreis für Touristinnen und Touristen im Kölner Dom ab Juli
80.000 bis 100.000
Anzahl der Hostien, die der Kölner Dom pro Jahr benötigt
30 Kilo
Weihrauch, der der Kölner Dom pro Jahr verbraucht
85
Anzahl der Handwerkerinnen und Handwerker, die in der Kölner Dombauhütte angestellt sind
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• RechtEnzyklika »Magnifica Humanitas« des Papstes
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
MMoses FendelHOST
Moses Fendel ist Journalist, Moderator und Produzent des Nachrichtenpodcasts 'Was jetzt?' der Zeitschrift Die Zeit. Er moderiert diese Spezialausgabe, führt Interviews und leitet die redaktionelle Einordnung.
Alle Auftritte von Moses Fendel →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
Ähnliche Folgen
Auf den Punkt – Süddeutsche Zeitung · 2. Juni 2026
Neue EU-Asylregeln: Europa schottet sich weiter ab
Die EU hat einen Rechtsrahmen beschlossen, der Mitgliedstaaten die Möglichkeit gibt, Abschiebezentren in Drittstaaten einzurichten und abgelehnte Asylbewerber deutlich stärker zu sanktionieren.

News Plus · 2. Juni 2026
EU-Asylpolitik: Abschiebezentren als neues Modell?
Die EU schafft rechtliche Grundlagen für Abschiebezentren in Drittstaaten, doch die praktische Umsetzung ist komplex, teuer und von zweifelhaftem Erfolg – wie Italiens Experiment in Albanien zeigt.
MDR aktuell – Das Beste vom Morgen · 3. Juni 2026
EU-Abschiebezentren: Sachsen-Anhalt hofft auf Entlastung
Die EU plant Rückkehrzentren (Return Hubs) außerhalb der EU für ausreisepflichtige Personen; Bundesländer wie Sachsen-Anhalt erhoffen sich Entlastung, Kritiker warnen vor rechtlichen und menschenrechtlichen Problemen.
Der Tag · 2. Juni 2026
"Too little, too late" - Ostdeutsche Unternehmer drängen auf Reformen
Die ostdeutsche Wirtschaft sieht in der Reformgeschwindigkeit der Bundesregierung ein "Too Little, Too Late"-Problem und warnt vor wachsenden Wettbewerbsdefiziten, während die EU neue Migrationsmechanismen mit Abschiebezentren in Drittstaaten umsetzt, deren praktische Umsetzung aber noch vieles offenlässt.
SWR2 Wissen · 1. Juni 2026
Migranten an der EU-Außengrenze – Wie Belarus Druck und Polen dicht macht
Belarus nutzt Migranten gezielt als politisches Druckmittel gegen die EU, während Polen mit einer harten Grenzsicherung antwortet, die humanitäre Standards verletzt und internationale Rechtsnormen gefährdet.
0630 – der News-Podcast WDR · 3. Juni 2026
Mehr Menschen sind arm | 12€ für Kölner Dom | Jeden Tag ein Marathon | EU: nationale Grenzkontrollen abbauen
Die Folge berichtet über vier Hauptthemen: eine außergewöhnliche Marathon‑Leistung, gestiegene Armut in Deutschland, die EU‑Empfehlung zum Abbau nationaler Grenzkontrollen sowie die Einführung eines Eintrittspreises für den Kölner Dom.