Henrik M. Broder konstatiert, dass Antisemitismus in Deutschland beständig ist und heute vor allem in der Form des Antizionismus auftritt.
In dem Gespräch mit Benjamin Scherp und Dominik Steffens erläutert Henrik M. Broder, warum er sein 1986 erschienenes Buch Der ewige Antisemit neu aufgelegt hat: Antisemitismus sei kein Randphänomen, sondern ein dauerhaftes Ressentiment, das sich heute häufig als Antizionismus tarnt. Er kritisiert Erinnerungsindustrie, Bildungslösungen und Symbolpolitik als unzureichend und diskutiert die Gefährdungen für Israel und jüdisches Leben in Deutschland.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
HHenrik M. BroderGAST
Journalist und Autor; hat für Die Welt und früher für den Spiegel geschrieben, begann seine Laufbahn u. a. bei den St. Pauli‑Nachrichten und konkret. Bekannt als Autor von Der ewige Antisemit (1986), das er 40 Jahre später mit einem aktuellen Vorwort neu vorlegt; im Gespräch analysiert er historische und aktuelle Formen des Antisemitismus.
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