based.
based.
based.

Werden die Deutschen den Juden Auschwitz je verzeihen, Henryk M. Broder? (143)

14. September 2026 · 1 Std. 15 Min.

Henrik M. Broder konstatiert, dass Antisemitismus in Deutschland beständig ist und heute vor allem in der Form des Antizionismus auftritt.

In dem Gespräch mit Benjamin Scherp und Dominik Steffens erläutert Henrik M. Broder, warum er sein 1986 erschienenes Buch Der ewige Antisemit neu aufgelegt hat: Antisemitismus sei kein Randphänomen, sondern ein dauerhaftes Ressentiment, das sich heute häufig als Antizionismus tarnt. Er kritisiert Erinnerungsindustrie, Bildungslösungen und Symbolpolitik als unzureichend und diskutiert die Gefährdungen für Israel und jüdisches Leben in Deutschland.

Zahlen & Fakten

10 Millionen

Ungefährzahl zur Einwohnerzahl Israels, genannt von Henrik M. Broder.

2 Millionen

Anzahl arabischer Einwohner in Israel, genannt von Henrik M. Broder.

40 Jahre

Zeitspanne zwischen der Erstveröffentlichung von Der ewige Antisemit (1986) und der Neuauflage von Henrik M. Broder.

Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigen

1986

Erscheinungsjahr des Buches Der ewige Antisemit von Henrik M. Broder.

7. Oktober 2023

Datum des großangelegten Angriffs/Übergriffs, das in der Debatte um Israel als Wendepunkt genannt wird.

16

Anzahl der in Deutschland genannten Antisemitismusbeauftragten (Angabe von Henrik M. Broder).

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Hintergrund und Neuauflage von ‚Der ewige Antisemit‘: Broder erläutert Entstehung und Neuauflage seines Buchs von 1986 und erinnert an frühe Auslöser des Themas.
Die Natur des modernen Antisemitismus: Antizionismus als Gewand: Antisemitismus erscheint heute oft als Antizionismus; Broder betont seine Persistenz und emotionale Intensität.
Kritik an Gedenk‑, Bildungs‑ und Verwaltungsansätzen gegen Antisemitismus: Er kritisiert Mahnmale, Bildungspolitik und Antisemitismus‑Bürokratie als unzureichend und schlägt Israel‑Exkursionen statt reiner Gedenkarbeit vor.
Zukunft Israels, Zwei‑Staaten‑Lösung und Folgen des 7. Oktober: Broder zweifelt an der Realisierbarkeit der Zweistaatenlösung und warnt vor langfristigen Gefährdungen Israels nach dem 7. Oktober 2023.

Quellen

BuchDer ewige Antisemit (Buch) von Henrik M. Broder

BuchGeschlecht und Charakter (Buch) von Otto Weininger

BuchMein Weg als Deutscher und Jude (Buch) von Jakob Wassermann

Weitere 3 Quellen anzeigen

BuchGeschichte als Sinngebung des Sinnlosen (Buch) von Theodor Lessing

Yad Vashem (israelisches Holocaust‑Gedenk‑ und Forschungsinstitut), als Anregung für ein Holocaust‑Bildungszentrum genannt

Gleis 17 (Denkmal am Bahnhof Grunewald), als Beispiel für ein wirkungsvolles Mahnmal genannt

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

H
Henrik M. BroderGAST

Journalist und Autor; hat für Die Welt und früher für den Spiegel geschrieben, begann seine Laufbahn u. a. bei den St. Pauli‑Nachrichten und konkret. Bekannt als Autor von Der ewige Antisemit (1986), das er 40 Jahre später mit einem aktuellen Vorwort neu vorlegt; im Gespräch analysiert er historische und aktuelle Formen des Antisemitismus.

Alle Auftritte von Henrik M. Broder

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

Ähnliche Folgen

RONZHEIMER. · 12. Sept. 2026

STREIT: War die Brandmauer ein Fehler? Andreas Rödder vs. Justus Bender (1/2)

Andreas Rödder sieht die Brandmauer als mitverantwortlich für die Radikalisierung der AfD, während Justus Bender betont, die AfD trage selbst Verantwortung für ihre Entwicklung.

F.A.Z. Podcast für Deutschland · 11. Sept. 2026

F.A.Z.-Herausgeber Kaube: „AfD ist eine utopische Partei geworden“

Jürgen Kaube bewertet die AfD als „utopische Partei“, warnt vor einem kulturpolitischen Konflikt und vor wachsender Verachtungspolarisierung, zugleich betont er die begrenzten Handlungsspielräume von Kirchen und staatlichen Institutionen.

Lesart – Das Literaturmagazin · 11. Sept. 2026

Buchkritik: "Anton und Alma" von Dana Vowinckel

Katharina Herrmann empfiehlt den Roman 'Anton und Alma' als einen gut geschriebenen Liebesroman, der zugleich differenziert Fragen zu jüdischer Identität und Antisemitismus verhandelt.

F.A.Z. Frühdenker · 12. Sept. 2026

F.A.Z. Frühdenker Weekend • F.A.Z.-Herausgeber Kaube: "AfD ist eine utopische Partei geworden"

Jürgen Kaube: Die AfD ist eine utopische Partei geworden, und ihr Wahlerfolg in Sachsen‑Anhalt stellt die Rolle der Kirchen, die Kulturpolitik und die Frage nach Regierungsverantwortung grundlegend infrage.

RONZHEIMER. · 13. Sept. 2026

STREIT: Braucht Deutschland die AfD-Wende? Andreas Rödder vs. Justus Bender (2/2)

Andreas Rödder hält die Brandmauer für gescheitert und fordert eine strategische, inhaltliche Auseinandersetzung mit klar definierten roten Linien; Justus Bender verteidigt die Brandmauer als prinzipielle Staatsverantwortung und warnt vor Koalitionen oder Annäherungen an die AfD.

Auf den Punkt – Süddeutsche Zeitung · 12. Sept. 2026

Die AfD bestimmt den öffentlichen Diskurs – aber warum?

Die AfD vertritt rechtsextreme Positionen und ist damit keine normale demokratische Partei, hat sich aber durch mediale Sichtbarkeit und Agenda-Setting weitgehend normalisiert, weshalb Medien, Parteien und die Zivilgesellschaft gezielt und verantwortungsvoll reagieren müssen.