bto – der Ökonomie-Podcast
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Was uns ökonomisch glücklich macht

29. Juli 2026 · 1 Std. 1 Min.

Wirtschaftliches Glück wird nicht primär durch Ungleichheit bestimmt, sondern durch funktionierende Institutionen, eigene finanzielle Sicherheit, Vertrauen in die Gesellschaft und politische Mitsprache.

Die Folge untersucht, was Menschen wirtschaftlich glücklich macht, basierend auf aktuellen Glücksberichten und der Glücksforschung von Bruno Frey. Deutschland ist überraschend um fünf Plätze im World Happiness Report aufgestiegen, obwohl die wirtschaftliche Lage angespannt ist. Frey zeigt in einem Archivinterview, dass nicht Ungleichheit, sondern Faktoren wie absolute Einkommen, funktionsfähige Institutionen, Preisstabilität, Vertrauen und politische Teilhabe entscheidend für Wohlbefinden sind. Die Folge verbindet neueste Daten mit klassischer Glücksforschung und diskutiert politische Implikationen für Deutschland.

Zahlen & Fakten

72 %

Anteil der Deutschen, die sich 2026 als glücklich bezeichnen gemäß Ipsos Happiness Index

57 %

Anteil der Deutschen, die ihre eigene finanzielle Situation als Unglücksfaktor nennen (Platz 1)

33 %

Anteil der Deutschen, die psychische Gesundheit als Unglücksfaktor nennen (Platz 2)

Weitere 13 Zahlen & Fakten anzeigen

32 %

Anteil der Deutschen, die körperliche Gesundheit als Unglücksfaktor nennen (Platz 3)

20 %

Anteil der Deutschen, für die die allgemeine wirtschaftliche Lage in Deutschland ein Grund für Unzufriedenheit ist (Platz 5)

17

Deutschlands Platzierung im World Happiness Report 2026 von 147 gerankten Ländern

5

Anzahl der Plätze, um die Deutschland im World Happiness Report von Platz 22 (2025) auf Platz 17 (2026) aufgestiegen ist

6,882

Deutschlands Kendrill-Leader-Score im World Happiness Report 2026

8

Prozentpunkte-Steigerung der Deutschen, die sich glücklich bezeichnen, gegenüber 2025

1

Maximal empfehlenswerte Stunde Social-Media-Nutzung pro Tag ohne negative Wohlbefindens-Effekte

5

Stunden täglich Social-Media-Nutzung, ab denen konsistent niedrigeres Wohlbefinden, mehr Stress und Depressionssymptome beobachtet werden

140

Anzahl der Länder, in die der Gallup World Poll für den World Happiness Report erhoben wird

23.000

Anzahl der Befragten im Ipsos Happiness Index 2026 in 29 Ländern

1.000

Anzahl der Befragten in Deutschland im Ipsos Happiness Index 2026

2002

Erscheinungsjahr von Bruno Freys Standardwerk 'Happiness and Economics' zusammen mit Alois Stutzer

1941

Geburtsjahr von Bruno Frey

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Deutschlands Aufstieg im Glücksranking und die Rolle von Ungleichheit · ab 22:44: Deutschland wird glücklicher, obwohl es wirtschaftlich stagniert. Nicht Ungleichheit, sondern die eigene Finanzsituation und Social-Media-Nutzung bestimmen das Glücksgefühl.
Freys Glücksforschung: Kernfaktoren von Wohlbefinden · ab 01:00:33: Einkommen, Institutionen, Vertrauen und politische Teilhabe sind zentral für Glück. Regierungen sollten nicht Glück als Ziel proklamieren, sondern bessere Bedingungen schaffen.
Institutionelles Vertrauen, Partizipation und dezentrale Strukturen als Glücksfaktoren · ab 01:00:05: Dezentrale Strukturen und echte Partizipation steigern Glück stärker als zentrale Lösungen. Skandinavien zeigt, dass Vertrauen und funktionierende Institutionen zentral sind.

Quellen

StudieWorld Happiness Report 2026 vom Wellbeing Research Centre Oxford in Kooperation mit Gallup und dem UN Sustainable Development Solutions Network

StudieIpsos Happiness Index 2026

BuchHappiness and Economics – How the Economy and Institutions Affect Human Well-Being von Bruno S. Frey und Alois Stutzer (Princeton University Press 2002)

Weitere 3 Quellen anzeigen

BuchHappiness – A Revolution in Economics von Bruno S. Frey (MIT Press 2008)

BuchDemokratische Wirtschaftspolitik – Theorie und Anwendung von Bruno S. Frey, Lars P. Feld, Melanie Häner, Christoph A. Schaltegger und Gebhard Kirchgässner (Verlag Franz Vahlen 2024)

ArtikelWhat can economists learn from happiness research von Bruno S. Frey (2002), veröffentlicht im Journal of Happiness Studies, als meist zitierter Aufsatz der gesamten Disziplin

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

D
Dr. Daniel StelterHOST

Gründer und Leiter von Beyond the Obvious (BTO), Wirtschaftsanalyst und Autor. Stelter ist ein führender Kommentator zu deutschen Wirtschafts- und Finanzfragen, veröffentlicht regelmäßig Analysen zur Wettbewerbsfähigkeit, Energiepolitik und Konjunktur. Er moderiert den wöchentlichen Ökonomie-Podcast BTO und hat das Buch 'ABSTURZ – So retten wir Deutschland' verfasst.

Alle Auftritte von Dr. Daniel Stelter
P
Prof. Bruno S. FreyGAST

Schweizer Wirtschaftswissenschaftler und Pionier der ökonomischen Glücksforschung, Jahrgang 1941, Permanent Visiting Professor an der Universität Basel und Mitgründer des Center for Research in Economics and Well-Being (CREW). Studierte und promovierte in Volkswirtschaftslehre in Zürich, war von 1977 bis 2012 Professor an der Universität Zürich. Hat über 350 Aufsätze und rund zwei Dutzend Bücher veröffentlicht. Sein Aufsatz 'What can economists learn from happiness research' (2002) gilt als der meist zitierte Aufsatz der Disziplin. Gehört zu den weltweit führenden Forschern im Feld der Kulturökonomik und ökonomischen Glücksforschung.

Alle Auftritte von Prof. Bruno S. Frey

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